Edifier bietet ein Soundsystem an, das per Infrarot Musik sendet
Musik per Infrarot übertragen: Rainbow-Soundsystem im Test
Infrarot als Übertragungsmittel für Musik hört sich auf den ersten Blick seltsam an, kennt man die Licht-Technik doch eher aus dem Bereich der Datenübertragung bei Handys, Notebooks oder TV- und HiFi-Fernbedienungen. Bei dem Rainbow-System arbeiten viele so genannter Infrarot-LEDs und übertragen die analogen Daten, zum Beispiel die Musik, an den Empfänger. Das Besondere: Da die Daten nicht erst in digitale und danach wieder in analoge Signale gewandelt, sondern direkt analog übertragen werden, gestaltet sich die Übertragung nahezu in Echtzeit.

Inhaltsverzeichnis
- 1Zutaten der Übertragung: Kaffeemühle und Salzstreuer
- 2Das Herzstück: Der Sockel
- 3Rock und Hip-Hop: Überzeugender Klang
- 4Übertragung: Bitte nicht den Raum verlassen!
- 5Labortests: Zum Glück nur Extremsituationen
- 6Fazit
Zutaten der Übertragung: Kaffeemühle und Salzstreuer
Eine Mischung aus moderner Kaffeemühle, Salzstreuer und Zielfernrohr beschreibt wohl am besten das Äußere des Systems. Gut verarbeitetes Aluminium ziert den etwas größeren und horizontal ausgerichteten Empfänger, das "Zielfernrohr". Zur Hälfte besteht es aus einem Empfänger der hinter schwarzem Plastik verborgen bleibt. Der kleinere der beiden, die "Kaffeemühle", ist ebenfalls in einem Kleid aus Aluminium verpackt. Er versteckt seinen Sender ebenfalls hinter dem in schwarz gehaltenen Plastik-Deckel. Gegenüber dem Empfänger steht er jedoch senkrecht.
Sein Infrarotsignal wird von keinem anderen Lichtsignal des gleiches Bandes gestört. Eine herkömmliche Infrarot-Fernbedienung darf also gerne in unmittelbarer Entfernung benutzt werden. Der finanzielle Rahmen wird, trotz des nicht gerade sparsam eingesetzten Metalls, mit 199 Euro nicht gesprengt.
Das Herzstück: Der Sockel
Der Empfänger selbst liegt auf einem Sockel, in dem der Großteil der Technik untergebracht ist. Hinter einer Klappe an der Sockel-Seite verstecken sich die Anschlussmöglichkeiten für die Boxen. Rechts daneben findet sich ein Line-Out Anschluss. Auf der Rückseite des Sockels ist der Steckplatz für die Stromzufuhr angebracht. Betrachtet man die linke und die rechte Seite des Fernrohrs, sieht man auf Seiten des Aluminiumteils den dezent eingelassenen Lautstärkeregler. Auf der anderen Seite die Standby-Sensortaste.
Die Handhabung mit dem Sockel und den integrierten Klemmanschlüssen für die Boxen fällt bei der Installation negativ auf. Diese sind von dünnem Plastik umgeben, was beim Verbinden mit den Boxen nicht nur minderwertig erscheint, sondern auch Fingerspitzengefühl verlangt. Der Empfänger kann dafür an einem externen Verstärker angeschlossen werden, um beispielsweise noch andere Geräte über das System laufen zu lassen. Die Sendeeinheit kommt im Gegensatz zum Empfänger ohne Sockel aus und weist am Fuß lediglich den Line-In-Stecker und die Stromzufuhr auf.
Rainbow-Soundsystem
Der Power-Soft-Touch-Knopf sieht nicht nur schick aus. Er aktiviert das ganze System.
Rock und Hip-Hop: Überzeugender Klang
Damit das System nicht nur nach dem Äußeren bewertet wird, platziert netzwelt den Empfänger auf einer Fensterbank und verbindet über Kabel zwei Musik-Boxen der Marke JBL mit den Boxenklemmen. Das Boxenkabel wird dabei geschickt hinter der Verschlusskappe versteckt. Der Sender steht unter einem Tisch, der sich im selben Raum befindet, aber keine Sicht zum Empfänger hat. An ihm ist ein iPod Touch der zweiten Generation angeschlossen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iPod Touch hier.
