Software im Wert von zwei Milliarden Dollar illegal verbreitet
Programm-Piraterie: Größter Fälscherring verurteilt
Seit jeher war China ein florierender Markt für gefälschte Software, die im großen Stil international verbreitet wurde. Im Juli 2007 konnten Behörden den weltweit größten Fälscherring ausfindig machen, jetzt wurden die Kriminellen mit teils mehrjährigen Haftstrafen belegt.
Kürzlich verurteilte das Volksgericht im chinesischen Shenzhen die Gruppe von Software-Fälschern zu Gefängnisstrafen von bis zu sechseinhalb Jahren. Bereits im Juli 2007 konnte das FBI in Kooperation mit dem China Public Security Bureau (PSB) und Softwarefirmen die betreffenden Personen dingfest machen.
Ihnen konnte nachgewiesen werden, Raubkopien im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar erstellt und in 36 Ländern zum Verkauf angeboten zu haben - auch in Deutschland. Einen wesentlichen Anteil an den illegal verbreiteten Programmen habe die Produktpalette von Microsoft besessen, speziell Windows und Office-Suite waren und sind begehrte Ziele der Fälscher.
Microsoft an vorderster Front
Aus diesem Grund hat sich auch Microsoft aktiv an der Suche beteiligt. Das Verhältnis des Konzerns zu den chinesischen Nutzern war bereits in der Vergangenheit problematisch: Experten schätzen, dass lediglich ein einstelliger Prozentsatz der in China verwendeten Windows-Lizenzen tatsächlich legal erworben sei. Nach Microsoft-Angaben sei es dort möglich, für umgerechnet weniger als einen Euro Windows Vista zu erwerben.

Gegen Produkt-Piraterie: Microsofts Probleme mit China.
Die Ausmaße zeigten sich jüngst Ende Oktober 2008, als Microsoft im Zuge des selbst initiierten Anti-Piracy Day die Echtheitsprüfung des Betriebssystem aktualisierte. Das Windows Genuine Advantage (WGA) Tool sorgte dafür, dass Millionen von chinesischen Nutzern sich plötzlich mit einem schwarzen Bildschirm konfrontiert sahen und den Konzern scharf kritisierten.

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