AMOLED-Liebe: Cowon S9 im ausführlichen Test
Das erste Einschalten: Display und Besitzer strahlen um die Wette
Erstaunlich flink erwacht der S9 aus dem Tiefschlaf, nach nur vier Sekunden erscheint das Hauptmenü auf dem AMOLED-Display. Die Abkürzung AMOLED steht für Active Matrix Organic Light Emitting Diode und beschreibt das Alleinstellungsmerkmal des Cowon S9 - sein Display mit über 16 Millionen Farben und einer Auflösung von 480 x 272 Bildpunkten. Die Vorteile eines AMOLED-Displays liegen im geringen Stromverbrauch, leuchtenden Farben und einem großen Blickwinkel. All diese Vorteile werden vier Sekunden nach dem Einschalten sichtbar.
Mit einer für MP3-Player bislang einzigartigen Brillanz dürfte die Anzeige des S9 mit seinem frisch gebackenen Besitzer um die Wette strahlen. Der Blickwinkel ist enorm groß - egal wie man den S9 auch dreht - weder lässt die Helligkeit nach noch werden die Farben blasser.
Bedienung: Dazugelernt, aber immer noch nicht intuitiv
Cowon-Player stehen für guten Klang, intuitive Steuerung konnten sich bislang nur andere Hersteller auf die Fahnen schreiben. Die gute Nachricht vorweg: Im Falle des S9 hat Cowon deutlich hinzugelernt. Die schlechte Nachricht: Wirklich intuitiv lässt sich auch der neue Top-Player des Herstellers nicht bedienen. Zwar reagiert das Display präzise und ohne merkliche Verzögerung auf Benutzereingaben und eine praktische Zoom-Funktion erleichtert die Lesbarkeit von kleiner Schrift.
Eine praktische Zoom-Funktion holt auch ganz kleine Schrift nah ans Auge.
Viele Funktionen werden aber erst nach dem Studium des Handbuches ersichtlich. Definitiv gelungen ist die Ordnerstruktur und die Übersichtlichkeit der einzelnen Einträge. Mit flinker Hand blättert der Nutzer selbst durch die längsten Listen. Einen Bedienstift vermisst hier sicherlich niemand.
In verschiedenen Menüs, etwa bei der Video-Wiedergabe oder in der obersten Musik-Ebene, wechselt die Anzeige automatisch vom Hoch- in das Querformat, wenn der Player entsprechend gedreht wird. Ähnlich wie der Apple iPod Touch, kann der Nutzer durch die virtuellen Plattencover mit Hilfe einer Fingerbewegung blättern. Da das Display des S9 aber kein Multitouch, also mehrere Fingerbewegung gleichzeitig erkennen kann, ist dies sehr gewöhnungsbedürftig. Oft blättert man unwissentlich über das eigentliche Ziel hinaus.
Hörprobe: Wieder ein Stück besser
Fans der Marke steigen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erst an dieser Stelle in den Testbericht ein. Der Grund: Sie kümmern sich weniger um die Bedienbarkeit, Optik und Verarbeitung der Cowon-Player, sondern legen das Augenmerk auf den Klang, in der Hoffnung, der Hersteller konnte im Vergleich zu den Vorgängermodellen wieder zulegen.
Cowon S9 im Test
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Bild vergrößern Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Cowon S9 ist sein AMOLED-Display. Dieses sorgt für eine bei MP3-Playern bislang unbekannte Brillanz und Kontraststärke. - Bild 2 von 8
Bild vergrößern Die Bedienung erfolgt über den berührungsempfindlichen Bildschirm. Aber auch mit "echten" Tasten lassen sich Grundfunktionen wie die Regelung der Lautstärke oder die Titelwahl steuern. - Bild 3 von 8
Bild vergrößern In vielen Menü-Ebenen steht eine praktische Zoom-Funktion zur Verfügung. Damit lässt sich auch kleinste Schrift ganz nah heranholen. - Bild 4 von 8
Bild vergrößern Eine Parade-Disziplin des Cowon S9 ist der lupenreine Klang. Dieser lässt sich zudem in unzähligen Variationen manipulieren. - Bild 5 von 8
Bild vergrößern Während der Musikwiedergabe zeigt der S9, sofern hinterlegt, das Album-Cover an. - Bild 6 von 8
Bild vergrößern Der Kopfhörereingang befindet sich auf der Unterseite des Geräts. Daneben: Der propitäre USB-Anschluss sowie der Power-Schalter. - Bild 7 von 8
Bild vergrößern Auf der Oberseite befinden sich zwei Wippen. Mit der linken ändert der Nutzer die Lautstärke, die rechte dient der Titelanwahl. In der Mitte: Die Play/Pause-Taste. - Bild 8 von 8
Bild vergrößern Nicht zu Unrecht trägt der Cowon S9 den Beinamen "Curve", zu deutsch "Kurve".
In der Tat ist es Cowon gelungen, den Klang im Vergleich zum iAudio U5, dem letzten Modell des Herstellers, wieder ein gutes Stück zu verbessern. Hauptgrund dafür sind neue Klangeffekte wie BBE+ inklusive JetEffect 2.0. Insgesamt stehen 23 bereits voreingestellte Klang-Profile, so genannte Equalizer-Presets, zur Verfügung. Vier Presets kann der Nutzer nach eigenem Geschmack zusammenstellen.






