Im Test: Raumschiff-Router von Cisco
Leere Versprechung, aber gute Werte
Trotzdem überzeugt die Technik. Man kann endlich ohne Netzwerkkarten-Zuweisung bestimmte Anwendungen, wie separate und benutzerdefinierte Geschwindigkeitseinstellungen, über das WLAN steuern. Das eine WLAN kann nur zum Surfen genutzt werden, das andere einfach zum Streamen von Filmen und Musik - natürlich alles störungsfrei. Gerade der N-Standard ist in den letzten Monaten mit seinen möglichen 37,5 MB/s ein interessantes Feature geworden. Der Router unterstützt aber auch alle anderen Standards.
Doch auch der Cisco-Router kann, wie auch schon die Fritz!Box 7270, diesen Wert nicht erreichen. Laborbedingungen sind keine realen Umgebungen. Auch der integrierte MIMO-Effekt, der größere Reichweiten verspricht, wird nur zum Teil umgesetzt. Zwischen drei Wänden hatte der Router keine Probleme. Doch zwischen zwei Stadthaus-Stockwerken sah es bereits anders aus. Im eigenen Heim reichte die Strahlung aber aus und stockte in keinem der entfernt liegenden Zimmer. Der Router schaffte es im Test daher zu überzeugen, zumindest im Heimanwender- und allgemeinen Bürobereich. Das Surfen, ob per WLAN oder LAN, wird natürlich per Firewall gesichert und ist bereits ab Werk aktiviert. Das WLAN wird zusätzlich per WPA und WPA2 geschützt, das in der Ausgangskonfiguration bereits mit einem Häkchen versehen ist.
Über den N-Standard schaffte der Router einen Datendurchsatz von sieben MB/s, was 56 Mbit/s ausmacht, also knapp zwei Songs pro Sekunde. Von den möglichen 300 ist er daher weit entfernt. Im Test wären aber auch nur 100 möglich gewesen, da wir ein Fast-Ethernet-Kabel als Gegenstelle benutzten. Demnach rettet sich der Router in ein Mittelmaß, was für den schnellen Internetanschluss keine Barriere bedeutet. Im LAN-Betrieb schaffte er meist einen Wert von 20-25 MB/s, was völlig ausreicht und einen guten Schnitt beschreibt. Auf dem Laufsteg des Internets würde er den heute bekannten hohen Bandbreiten stand halten und dabei noch auf Jahre hin Luft nach oben besitzen.
Fazit
Der LINKSYS Router WRT610N von Cisco hat gegenüber anderen Routern einen klaren Vorteil: Er besitzt ein zweites Ich. Diese Doppelfunktion des Routens ist nicht neu, aber ermöglicht im Heim- und Bürobereich neue Möglichkeiten bei der Sicherheit und Netzauslastung. Die Gigabit-LAN-Schnittstellen bauen zudem auf die immer schneller werdende Zukunft. Die Sicherheit wird dabei nicht einfach überholt, sondern per Firewall und WPA2-Verschlüsselung aktiv geschützt.
Der Gesamteindruck passt und wirft lediglich bei der Bandbreite Fragen auf. Wie auch AVM verspricht nämlich Cisco nur Labor-Bandbreiten. Hier sollte sich der Nutzer nicht täuschen lassen und mit den sieben MB/s zufrieden sein - mehr sind zurzeit im herkömmlichen Netzwerken auch nicht möglich. Auch der Preis kann sich sehen lassen. Mit knapp 180 Euro liegt er mit seiner Ausstattung ganz oben im Preis-Leistungs-Verhältnis. Der USB-Stick ist gegenüber anderen Modellen sogar richtig günstig. So kostet dieser rund 40 Euro. Wer also viel Komfort, leichte Bedienung und professionelle Funktionen in einem Gerät besitzen möchte, ist mit dem WRT610N gut beraten.

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Der Test ist zwar ganz nett, aber für einen GBit-Router Test ist es schon lächerlich zu lesen, dass man nur ein 100Mbit Kabel verwendet hat!! Das ist genauso, als würde man einen Porsche 911 Turbo nur im...