LINKSYS WRT610N - der Router mit dem zweiten Ich
Im Test: Raumschiff-Router von Cisco
Netzwerk
Er wird besonders designbewussten Nutzern gefallen. Gleicht er doch zum einen einem Flugobjekt aus der Serie Raumschiff Voyager, zum anderen könnte er mit seinem Heck-Spoiler auch ein Teil einer japanischen Oberklasse der Automobilindustrie darstellen: Der neue LINKSYS Router WRT610N von Cisco sieht nicht nur schick aus, er hat auch einiges zu bieten. Netzwelt ließ das Model auf dem Catwalk spazieren und schaute unter die Haube des Schönlings.
Inhalt
- Ausstattung: Sehr gut
- Der Router im Test
- Ein Leichtes: Die Installation
- Leere Versprechung, aber gute Werte
- Fazit
Auf dem Laufsteg würde der Router, wenn er denn laufen könnte, eine gute Figur machen. Aber auch in den eigenen vier Wänden muss er sich nicht verstecken. Sein gut verarbeitetes Kleid macht ordentlich was her. Sein Haupt ist in Schwarz recht dezent gehalten. Der in Blau gehaltene Spoiler dagegen umrundet den Router elegant, auffällig und komplett. An seiner Front finden sich die bei Routern gewohnten Anzeigen, die mit blau leuchtenden LED alle wichtigen Aktivitäten anzeigen. Welcher LAN-Port wird beispielsweise benutzt? Ist das WLAN gerade aktiv? Oder ganz einfach: Ist der Router überhaupt eingeschaltet?
Ausstattung: Sehr gut
Antworten bietet auch das Hinterteil. Schaut man sich dieses an, ist der Begriff "Tempo" eine gute Beschreibung dafür. Schließlich reihen sich hier vier Gigabit-LAN-Ports (Switch) aneinander, die immerhin 1.000 Megabit pro Sekunde oder 125 Megabyte pro Sekunde ermöglichen (MB/s). Das wären zum Beispiel 33 Songs pro Sekunde, die man über den Router auf den Rechner laden könnte. In der Praxis sieht dies allerdings anders aus. Dazu aber im Test später mehr.
Neben dem LAN-Switch reiht sich der WAN-Anschluss ein, der den eigentlichen Internetanschluss ermöglicht. Dieser ist gegenüber den LAN-Ports gelb markiert, was bei der Installation der Kabel hilfreich ist. Da USB 2.0 zum Standard einer guten Hardware gehört, darf auch beim LINKSYS eine solche Schnittstelle nicht fehlen. Sie ist neben dem WAN auf der linken Seite eingelassen. Rechts neben dem Switch befindet sich der Knopf zum Reset. Dieser sollte natürlich nach Möglichkeit nie benutzt werden. Falls aber doch Bedarf besteht, ist sein Finden ein Leichtes. So ist dieser gegenüber anderen Router-Varianten sichtbar in Rot gehalten.
Ein Leichtes: Die Installation
Die Installation des Routers erfolgt über die mitgelieferte Software-CD. Schon nach gefühlten zehn Minuten ist man mit dieser und den nötigen Eingaben fertig - und im Netz. Auch der mitgelieferte, aber nicht im Lieferumfang enthaltene USB-Stick ist leicht per CD zu installieren. Dieser ist aber durch seine Größe sperrig und eher etwas für nicht mobile Rechner. Andere WLAN-Karten sind zum Router ebenfalls kompatibel. Und da viele Notebooks und Netbooks bereits eine N-Karte besitzen, steht für den Nutzer die Hardwarefrage nicht zur Diskussion. Geübte Nutzer können die Software auch ignorieren und alle Einstellung per Webinterface vornehmen. Hier gibt es zudem das ein oder andere Extra einzustellen.
Cisco WRT610N-Router
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Der Router im Test
Unter der Haube des Router-Schönlings stecken Gigabit und der von außen nicht erkennbare N-Standard. Nicht erkennbar, weil die eigentlich gewohnten drei Antennen im "Spoiler" eingelassen sind. Cisco ist der erste Hersteller, der im Heimanwender-Bereich zwei N-Router in einem Gehäuse anbietet. N-Ultra-RangePlus nennt sich das System und beschreibt zwei gleichzeitig übertragende, separat funkende Wireless-N-Frequenzbänder. Diese ermöglichen die Verdopplung der zur Verfügung stehenden Bandbreite - was allerdings in der Praxis kaum umzusetzen ist. Schließlich kann man aus einer 16.000 Mbit-Leitung nicht plötzlich 32.000 Mbit/s herausholen.- Minimalismus: Trendnet stellt Mini-Router für unterwegs vor
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Günter St.
07.10.09 16:59
Der Test ist zwar ganz nett, aber für einen GBit-Router Test ist es schon lächerlich zu lesen, dass man nur ein 100Mbit Kabel verwendet hat!! Das ist genauso, als würde man einen Porsche 911 Turbo nur im Kreisverkehr testen und dann draufkommen, dass der nicht ganz den Geschwindigkeitsangaben des Herstellers entspricht.
Schon klar, er hat nichtmal die 100 erreicht, aber deshalb kann ich doch nicht unter "unrealistischen" Bedingungen in einen Test gehen. Ich meine, wenn ich mir ein GBit-Netzwerkrouter zulege, dann hab ich auch garantiert einen 1000Gbit Verkabelung, sonst brauch ich mir so ein Teil nicht zulegen, und damit wird der Test unrealistisch für mich.
Mfg
Günter
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