Nvidia verbaut ab 2009 den Chip Ion 9400M auch in Netbooks und Mini-PCs ein
Nvidia GeForce 9400M: Bessere Grafik für Netbooks
Der Mobilchipsatz GeForce 9400M von Nvidia wird Anfang 2009 auch mit Intel-Atom-Prozessoren verkauft. Das US-Unternehmen stellte auf einer Pressekonferenz in den USA ein Nettop-Mustersystem vor. Der Chipsatz wird durch seine Leistungssteigerung nicht nur für Netbooks in Frage kommen. Der auf den Namen Ion getaufte Chip soll auch für Mini-PCs, so genannte Nettops, erhältlich sein.
Netbooks sind klein und handlich, ihnen fehlt es aber an Durchschlagskraft im Grafikbereich. Das liegt vor allem am drei Jahre alten 945-Chipsatz von Intel. Zwar verfügen Besitzer zum Beispiel eines Akoya Mini E1210 von Medion über ein prinzipiell multimediafähiges Gerät. Doch sind anspruchsvolle Anwendungen wie etwa das Abspielen von HD-Videos nicht möglich.
HD-Videos: Kein Problem
Das Abspielen solcher Grafik-intensiven Formate ist für den DirectX-10-Grafikkern des Chipsatzes mit dem Codenamen MCP79 und den 16 CUDA-Kernen keine Hürde. Er besitzt neben einer deutlich besseren 3D-Beschleunigung auch die bessere Einbindung digitaler Monitore per HDMI oder DVI. Gegenüber der älteren Chip-Generation besteht der Ion aus nur einem Chip und ist nicht in North- und Southbridge aufgeteilt.
Der von Nvidia als Motherboard-GPU bezeichnete Chipsatz soll laut Produktmanager David Ragones in der ersten Hälfte des kommenden Jahres mit Netbooks angeboten werden - aber auch Mini-PCs sind ein Thema. Das zumindest schreibt Joanna Stern vom US-Magazin Laptop in ihrem Blog. Aus diesem geht auch hervor, dass Kunden grundlegend mit einem Aufpreis von 50 Dollar, umgerechnet 34,50 Euro, rechnen müssen. Konkrete Angaben zu Produkten oder Herstellern wurden nicht gemacht.
Mit dem Ion reagiert der Chiphersteller auf die Zusammenarbeit von Asus und AMD. So will der Computerhersteller Asus die schwächere Grafikleistung der Eee-Box mit einem AMD-Chipsatz und dazugehöriger ATI-Grafik steigern. Alleine durch die Möglichkeit, dass Ion anstelle von zwei Gigabyte DDR2-SDRAM Speicher mindestens vier unterstützt, weist auf einen komfortableren Minirechner hin. Durch solche Möglichkeiten der Leistungssteigerung kommen demnach nicht nur die Netbooks in Frage. Gerade Kunden der neuen Mini-PCs würden sich über eine bessere Grafikleistung freuen.

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