Schuh-Attacke eines Journalisten ist Vorbild für Online-Spiel

Link-Wink: Schuhe auf George W. Bush werfen

Link-Wink: Schuhe auf George W. Bush werfen In den letzen acht Jahren bekleidete George W. Bush das Amt des US-Präsidenten. Obwohl er deswegen als der mächtigste Mann der Welt galt, blieb er doch die ganze Zeit eine Zielscheibe für Hohn und Spott. Oft wurde er eher als Witzfigur denn als mächtiger Präsident einer Weltmacht wahrgenommen. In einem Online-Spiel kann jeder George W. Bush nun mit Schuhen bewerfen.

Vorbild für das Online-Spiel ist ein Vorfall vom vergangenen Sonntag, dem 14. Dezember 2008, in Bagdad. George W. Bush besuchte zum wahrscheinlich letzten Mal in seiner Funktion als US-Präsident die irakische Hauptstadt. Während einer Pressekonferenz zog der Fernsehjournalist Muntaser el Saidi seine Schuhe aus, warf diese auf Bush und rief: "Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund!" Die Bilder der Schuhattacke gingen um den Globus. Mehr als einhundert Rechtsanwälte aus der ganzen Welt sollen sich nach Medienberichten bereit erklärt haben, den Schuhwerfer vor Gericht kostenlos zu verteidigen.

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Beim "Bushgame" geht es sportlich zu. George Bush bewegt sich hinter seinem Stehpult und der Spieler muss im richtigen Moment auf den "Throw"-Knopf drücken, um den Schuh richtig zu platzieren. Störende Sicherheitsleute gibt es in dem Spiel nicht. Nach fünf Treffern gibt es als Belohnung in Anlehnung an den Slogan des nächsten US-Präsidenten Barack Obama ein fröhliches "Yes You Can!".

Schuhe auf George W. Bush werfen
Wer träumt da nicht von: Ungestraft der verhassten Person einen Schuh ins Gesicht werfen.

Das "Bushgame" auf der Homepage der norwegischen Firma Kroma, die ansonsten Webseiten und Werbeauftritte für Unternehmen produziert, ist derzeit noch gut zu erreichen. Seit dem 15. Dezember 2008 haben bereits über zwei Millionen Schuhe George W. Bush getroffen und in jeder Sekunde werden es mehr. Ein weiteres Spiel auf der Homepage sockandwave.com mit ähnlichen Spielprinzip ist derzeit nicht erreichbar. Anscheinend wollen zu viele Leute Schuhe werfen.

Schuhwerfen als Zeichen der Mißachtung

Die geworfenen Schuhe stellten für den US-Präsidenten weniger eine Gefahr für Leib und Leben dar, sondern sind vor allem ein symbolischer Akt. Jemanden mit der Unterseite eines Schuhes zu berühren oder ihm gar nur die Schuhsohle zuzuwenden, ist in Arabien die ultimative Erniedrigung. Die Beleidigung bedeutet: "Du stehst noch tiefer als meine Schuhe." Schon die Statuen des von George W. Bush gestürzten irakischen Diktators Saddam Hussein traktierte die geschundene Bevölkerung mit ihren Schuhen.

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