Bridgekameras mit 10 Megapixeln und 15 bis 20-fachen Zoom im Vergleich
Gigantisch: Sechs Digitalkameras mit Superzoom im Test
Für Schnappschüsse und erste Gehversuche in der digitalen Fotografie reichen die Objektive von Kompaktkameras mit einem drei- bis fünffachen Zoombereich aus. Bei vielen Fotografen wächst aber mit der Zeit der Wunsch nach mehr Brennweite. Spiegelreflexkameras erreichen mit den weniger teuren Teleobjektiven Brennweiten von 300 Millimetern. Eine günstigere Lösung sind so genannte Bridgekameras, die Brennweiten bis 560 Millimetern besitzen. Dies entspricht einem 20-fachen Zoom. Sechs Modelle für 200 bis 310 Euro hat netzwelt getestet.
Inhaltsverzeichnis
- 1Canon Powershot SX10 IS
- 2Fujifilm Finepix S8100 fd
- 3Nikon Coolpix P80
- 4Olympus SP-565 UZ
- 5Panasonic Lumix DMC FZ 28
- 6Sony Cybershot DSC H50
- 7Fazit
Bridgekameras sind digitale Fotoapparate, die eine Brücke zwischen kompakten Modellen und Spiegelreflexkameras (DSLR) bilden. Gehäuse, Funktionsumfang und Zoombereich sind größer als bei Kompaktkameras. Im Gegensatz zu DSLR-Kameras ist das Objektiv aber fest eingebaut.
Hinten: Canon Powershot SX10 IS, Panasonic Lumix DMC FZ28, Sony Cybershot H50. Vorne: Fujifilm Finepix S8100fd, Nikon Coolpix P80, Olympus SP-565 UZ.
Die große Brennweite bringt aber nicht nur Vorteile, wenn es darum geht Motive aus der Ferne näher zu holen. Je größer die Brennweite, desto massiver sind die Auswirkungen von kleinsten Bewegungen der Kamera. Bei einer Brennweite von 560 Millimetern erfordert es eine sehr ruhige Hand, um ohne Hilfsmittel genau den Bildausschnitt abzulichten, der im Fokus stand.
Im Vergleich mit den kürzlich getesteten Kompaktkameras liefern die Bridgemodelle bei ähnlich großer Auflösung durchweg eine gute Bildqualität. In ihnen ist Platz für größere Bildsensoren als in den kompakten Apparaten. In allen getesteten Kameras sind CCD-Sensoren mit einer Auflösung von zehn Megapixeln verbaut. Ausnahme ist die Sony H50, in die der Hersteller einen CCD-Sensor mit neun Megapixeln Auflösung einbaut.
Testbilder: Bridgekameras mit Superzoom
Minimale Vignettierung in den Ecken, der Blitz könnte etwas heller sein.
Ebenfalls eine gute Nachricht ist, dass bei keiner der getesteten Kameras die Auslöseverzögerung stört. In allen Modellen sind eine automatische Gesichtserkennung, die die optimalen Werte für die erkannten Gesichter einstellt, und optische Bildstabilisatoren vorhanden. Bei Letzteren verwendet jeder Hersteller seine eigene Technik unter entsprechenden Markennamen wie "SuperSteadyShot" oder "Vibration Reduction".
Alle sechs Bridgekameras sind mit elektronischen Suchern und Displays, die ebenfalls als Sucher dienen, ausgestattet. Die elektronischen Sucher fallen allerdings durch die Reihe so klein aus, dass es nicht komfortabel ist, durch sie zu schauen. Videos nehmen alle sechs Kameras in VGA-Qualität mit maximal 640 x 480 Pixeln auf. Für Hosen- oder Jackentaschen sind Bridgekameras zu groß und schwer. Unsere sechs Testgeräte wiegen mit Speicherkarte und Akku oder Batterien zwischen 393 und 652 Gramm. Zum Vergleich: Die schwerste Kompaktkamera im netzwelt-Vergleichstest wog 215 Gramm.
>>> Lesen Sie auf der nächsten Seite die jeweiligen Stärken und Schwächen der einzelnen Kameras.
Links zum Thema
- Digitalkameras: Neun günstige Kompaktmodelle im Test
- Canon Powershot SX10 IS
- Fujifilm Finepix S8100fd
- Panasonic Lumix DMC FZ28
- Olympus SP-565 UZ
- Nikon Coolpix P80
- Sony Cybershot DSC H50
- Alle netzwelt Kameratestberichte

Schöner Test. Es geht doch nix über ein lichtstarkes Objektiv... Ich habe zuhause noch eine Finepix S20 pro rumliegen, leider mit defektem Sensor, nachdem Fuji die kostenlose Reparatur...