Betaphase beendet, neue Funktionen, niedriger Marktanteil
Google Chrome ist fertig: Trotz Version 1.0 ein kleines Licht
Erst vor drei Monaten hatte Google einen eigenen Browser namens Chrome vorgestellt, jetzt hievt der Konzern ihn bereits aus der Beta-Phase. Mit Version 1.0 seien die von Google gesteckten Ansprüche an Stabilität und Sicherheit erfüllt - die Entwicklung werde jedoch weitergehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Kritik an Sicherheit und Datenschutz
- 2Trotz 1.0 keine Konkurrenz
- 3 >>> Kostenloser Download: Google Chrome 1.0
Glaubt man der Pressemitteilung von Google, hat der Chrome-Browser Erfolgsgeschichte geschrieben. Nach nur 100 Tagen seit Veröffentlichung der ersten Beta-Version sei Chrome mit seinen zehn Millionen Nutzern weltweit bereits auf dem Stand, den Google in puncto Sicherheit, Leistung und Stabilität angestrebt habe.
Das mittlerweile 15. Update bringt Google Chrome auf die Versionsnummer 1.0.154.36. In der Beta-Phase habe Chrome die teils massiven Probleme mit Audio- und Videoinhalten in den Griff bekommen und einige gravierende Sicherheitslücken geschlossen. Die V8-Engine, welche Chrome für Berechnung und Darstellung von JavaScript verwendet, sei im Laufe der Aktualisierungen 50 Prozent schneller geworden, gab Google bekannt.
Kritik an Sicherheit und Datenschutz
Neben der anfangs mangelnden Sicherheit gab es von Datenschützern massive Kritik an Chrome - es wurde befürchtet, Google wolle den Browser zum Sammeln von weiteren Daten zweckentfremden. Auch gegenüber netzwelt äußerten Datenschützer und Anwälte ihre Bedenken, was die Funktionen und Nutzungsbedingungen von Chrome angeht.

Raus aus der Beta-Phase: Google Chrome.
So ist es in Version 1.0 jetzt in den Einstellungen möglich, die automatischen Vorschläge aus der Adressleiste, das Verhalten beim Speichern von Cookies oder die Aktivierung des mit den Google-Servern Rücksprache haltenden Phishing-Schutzes von Hand zu konfigurieren. Netzwelt hat in einer Anleitung beschrieben, wie Sie Chrome sicherer machen können.
Trotz 1.0 keine Konkurrenz
Zwar kann Google mit Chrome seit Veröffentlichung der Beta-Version Fortschritte verzeichnen, im Konkurrenzkampf mit den etablierten Browsergrößen Internet Explorer und Mozilla Firefox spielt Chrome aber nur eine untergeordnete Rolle. Laut Statistiken von Net Applications liegt der Marktanteil bei deutlich unter einem Prozent.
Chrome: Netzwelt testet den Google-Browser
Nach dem ersten Start zeigt Chrome kurze Videos zu den wichtigsten Funktionen.
Nach einiger Zeit erkennt Chrome die persönlichen Vorlieben. Zuletzt angelegte Lesezeichen tauchen am rechten Rand auf.
URL-Leiste und Suchfenster sind bei Chrome zur Omnibox zusammengewachsen. Diese bekommt jeder einzelne Tab spendiert.
Interessant ist, das der Verlauf bei Chrome durch Datum und Uhrzeit strukturiert ist. Das Auffinden von besuchten Seiten wird so einfacher.
Chrome bringt einen Browser-eigenen Task-Manager mit. Da jeder Tab in einem eigenen Prozess läuft, ist es wichtig zu sehen, wo viele Resourcen verbraucht werden.
Chrome beschränkt sich auf zwei Menüpunkte. Hier lassen sich alle notwendigen Änderungen und Anpassungen vornehmen - egal ob Komfort, Sicherheit oder Downloads.
In den Einstellungen lässt sich der Inkognito-Modus aktivieren, der ein neues Chrome-Fenster öffnet. Dort werden persönliche Daten nicht mehr gespeichert, bis das Fenster wieder geschlossen wird.
Noch befindet sich Google Chrome im Beta-Status, weitere Features und Optimierungen sollen in Kürze folgen.
Google betont, mit der Veröffentlichung der finalen Version sei die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Weit oben auf der Liste stehe die Unterstützung von RSS-Newstickern in Chrome. Auch die seit Oktober angekündigte Plattform für Erweiterungen wird von vielen Nutzern erwartet, um einen Wechsel vom beliebten Firefox attraktiver zu machen.
>>> Kostenloser Download: Google Chrome 1.0
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