"Software muss etwas kosten!" - Lehrerin konfisziert Linux-CD

Verkehrte Netzwelt: Linux-Raubkopie beschlagnahmt

Verkehrte Netzwelt: Linux-Raubkopie beschlagnahmt Diese Woche gilt es den großen Softwareherstellern zu gratulieren. Eine Lehrerin aus den USA hat bewiesen, dass die "Raubkopierer sind Verbrecher"-Kampagnen sich in vielen Köpfen festgesetzt haben. Ärgerlich nur, das besagte Lehrerin die Argumente so verinnerlicht hat, dass sie Linux als ein Ding der Unmöglichkeit betrachtete.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Was nichts kostet, kann nicht gut sein
  2. 2Das Gegenteil von gut ist gut gemeint
  3. 3Ende gut - Alles gut?

Karen ist eine ganz normale Lehrerin an einer ganz normalen Schule im texanischen Austin. In einer Pause bemerkte sie ein Gruppe kichernder Achtklässler, die sich um einen Laptop versammelt hatten. Auf dem Notebook lief ein Programm und CDs wurden verteilt. Bereitwillig gaben die Schüler Auskunft, dass sie die CDs von einem Erwachsenem bekommen hätten und weiter verteilen könnten.

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Was nichts kostet, kann nicht gut sein

Bei Karen, einer durchschnittlichen Konsumentin der Massenmedien, schrillten die Alarmsirenen: Raubkopien, Viren, Pornos und viele böse Dinge mehr. Sie konfiszierte die CDs und schrieb eine E-Mail an den Urheber der CD. Ken Starks vom Team des HeliOS-Projekts, das benachteiligte Menschen mit Computer inklusive Linux-Distribution versorgt, veröffentlichte Auszüge der Mail im Blog des Projekts. Von dort verbreitete sich die E-Mail von Karen rasend schnell durch das Internet und nicht nur die hartnäckigen Linux-Fans machten sich über sie lustig.

Fahndung
Bei solchen Anzeigenmotiven wundert es nicht, dass Karen Mustermann bei verschenkten CDs sofort hinterhältigste Verbrecher sieht.

Karen drohte Ken Starks mit einer Anzeige und verstieg sich zu der Behauptung, dass es keine kostenlose Software geben könne. Gleichzeitig gab sie zu, (noch) nicht zu wissen, ob die Aktivitäten vom HeliOS-Projekt legal seien. Völlig lächerlich machte sie sich, als sie von ihren eigenen Erfahrungen mit Linux während ihrer College-Zeit erzählte. Es sei ihrer Meinung nach unverantwortlich, Kinder mit anderen Betriebssystemen als Windows vertraut zu machen, weil es auf jedem Computer laufe.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Zum Schluss gab Karen Ken den gut gemeinten Rat, doch mal direkt bei Microsoft anzuklopfen. Sie sei sich sicher, dass die Firma überglücklich sei, das HeliOS-Projekt mit Lizenzen älterer Windows-Versionen zu unterstützen. Das würde den Empfängern der Computer des Hilfsprojekts mehr helfen.

Ende gut - Alles gut?

Karen hat inzwischen direkten Kontakt mit Ken Starks vom HeliOS-Projekt und scheint einzusehen, dass es auch legale und kostenlose Software gibt. Die Schüler haben ihre Linux-CDs zurück erhalten und Regierungen, Kommunen, Firmen und Millionen von Technikprodukten arbeiten immer noch mit Linux-Distributionen.

Karen hat nach eigener Aussagen in den letzen Tagen mehr über die Software und Technik gelernt als in den letzten fünf Jahren.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.

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Beiträgeinsgesamt 5 Beiträge

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr***e halten! Traurig ist nur, dass sie ganz sicher nicht die einzige Person ist, die dieser Meinung sind, dass Microsoft das einzig Wahre ist.

Zitat: naja wenn man in den usa wohnt ist es denk ich mal normal das man in einer stark vom Kapitalismus beeinflusden Gesellschaft lebt und sich dadurch nicht Denken kann das Linux Open Source ist...

naja wenn man in den usa wohnt ist es denk ich mal normal das man in einer stark vom Kapitalismus beeinflusden Gesellschaft lebt und sich dadurch nicht Denken kann das Linux Open Source ist :)

Verstanden hat sie's trotzdem nicht,wenn sie den Ratschlag gibt,doch mal bei MS anzufragen,ob die Linux nicht durch "Sponsoring" eines alten Windows-Betriebssystems unterstützen wollen. Ich hol mir auch immer im...

Peinlich, peinlich... Aber das kommt davon, wenn man gleich loskeift, ohne überhaupt eine Ahnung zu haben, wovon man spricht... :rolleyes:

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