Google will auch weiterhin Daten langfristig speichern

Datenschutz: Google verwehrt EU-Forderung

Datenschutz: Google verwehrt EU-Forderung Die EU hatte im Frühjahr 2008 erstmalig gefordert, die Speicherdauer von Daten auf sechs Monate zu reduzieren. Sogar Microsoft hatte sich positiv in die Gespräche eingeschaltet und würde dieser Zeit auch zustimmen, wenn denn alle andere Mitstreiter es ihnen gleich tun würden. Marissa Mayer, Googles erste Ingenieurin, gab nun gegenüber dem Handelsblatt bekannt, dass das Unternehmen nicht vorhabe, die Daten kürzer als die bisherigen neun Monate zu speichern.

Die Daten sind laut Mayer, die sich zu diesem Thema schon 2006 öffentlich äußerte, ungemein wichtig, um beispielsweise die Rechtschreibkorrektur weiter zu verbessern. Dazu beschrieb sie gegenüber dem Handelsblatt, dass die Speicherdauer den Entwicklern helfe, wichtige Trends im Laufe der Zeit zu sehen, um so wiederum besser auf die Nutzer eingehen zu können. Warum dafür allerdings Millionen an Datensätzen gespeichert werden, ging aus dem Interview nicht hervor.

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Microsoft: Neuer Schwung für den Datenschutz

Schon in den letzten Tagen kam noch einmal Schwung in die Diskussion rund um den Datenschutz. Microsoft hatte angeboten, für seine Suchmaschinen-Optimierung die Daten den EU-Wünschen anzupassen - vorausgesetzt alle anderen Suchmaschinen-Betreiber würden gleichziehen. Eine Ankündigung, die Google mächtig unter Druck setzt: Suggeriert sie doch, dass eine längere Speicherung nicht nötig sei.

Im September 2008 erst einigte sich Google mit den EU-Datenschützern, dass die Speicherdauer von IP-Adressen von 18 Monaten auf neun Monate reduziert wird. Nun ist die so genannte "Artikel-29-Gruppe" zu dem Schluss gekommen, dass es nicht mehr nötig sei, die Daten länger als sechs Monate zu speichern. Betreiber von Suchmaschinen müssten bei Verabschiedung eines Gesetzes genau dokumentieren, wenn sie die Daten länger speichern möchten.

Speichern: Für immer und ewig

Die Suchanfragen werden zudem über Cookies lokal dauerhaft gespeichert. Das führt dazu, dass man bei neuen Suchanfragen die alten immer wieder mit generiert und die Speicherdauer sich damit ebenfalls immer wieder verlängert. Die Argumentation der Service-Verbesserung ist demnach nicht wirklich schlüssig. Das zumindest behauptet Gerald Reischl, Autor des Buches "Die Google Falle", gegenüber netzwelt:" Google speichert Daten durchaus länger als diese besagten neun Monate, nämlich in der Google Web History oder bei Google Groups. Wer einmal in einem Forum eine Frage gestellt hat, bleibt ewig gespeichert. Nachzuschlagen ist das in der Hilfe-Funktion bei Google Groups".

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Beiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Egal ob M$ oder Google. Jedoch finde ich die Entwicklung die sich auch in unserem Land auftut sehr besorgniserregend. Offensichtlich bleibt es sogar Journalisten vom Manager Magazine...

Wie auch immer. Alle Suma gehören endlich mal an die kurze Leine eines echten Datenschutzes . Wer auf M$ schimpft - nichts dagegen - allerdings sei bedacht daß M$ da einen verschwindend geringen...

Ich denke hier fehlt einfach die journalistische Eigenständigkeit, dass man den dümmsten Spin von Microsoft kolportiert. Von allen Suchmaschinen speichert Google derzeit am kürzesten, Microsoft am...

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