Dreidimensionale Benutzeroberfläche statt nur 3D-Grafik
Patent: Apples Betriebssystem Mac OS X in 3D
3D-Grafiken und -Effekte sind spätestens seit Windows Vista bei Betriebssystemen üblich. Apple geht noch einen Schritt weiter. Ein jetzt veröffentlichter Patentantrag des Mac-Herstellers beschreibt ein Betriebssystem, dessen Desktopoberfläche drei Dimensionen hat. Der Mauszeiger bewegt sich nicht mehr über einen flachen Bildschirm, sondern schwebt in einem Kasten herum.
Dutzende Patentanträge von Apple hat das US-Patentamt gestern in seiner Online-Datenbank veröffentlicht. Darunter eines mit dem Namen "Multi-Dimensional Desktop". In Grafiken und Texten beschreibt er wie Apples dreidimensionaler Desktop aussieht und wie er funktioniert.
Den Grafiken lässt sich entnehmen, dass sich dreidimensionale Icons von laufenden Programmen übereinander stapeln lassen oder auch aneinander vorbei fallen können. Das Dock am Bildschirm bleibt erhalten und besteht komplett aus Stapeln, wie es sie teilweise auch in Mac OS X 10,5 "Leopard" gibt. Icons von Dateien oder Programmen kann man zu ordentlichen Stapeln oder wilden Haufen auftürmen. Programmfenster können frei im Raum bewegt und sogar an den Wänden abgelegt werden.
Mac OS X in 3D
Bei drei Dimensionen ergeben sich viele Möglichkeiten Icons und Fenster auf dem Desktop anzuordnen.
An der linken Wand des Betriebssystem-"Zimmers" hängen mehrere Prozesse.
So sieht die aktuelle Version von Apples Betriebssystem aus. Ein Stack, beziehungsweise Stapel, ist gerade aufgefächert.
Die nächste Version von Mac OS X namens "Snow Leopard" wird für das erste Quartal 2009 erwartet. Sie soll vor allem Änderungen unter der Oberfläche enthalten, die die Leistung des Betriebssystems verbessern. Aus der Tatsache, dass Apple ein Patent beantragt hat, lässt sich jedoch nicht schließen, dass die neue Technik jemals in das Betriebssystem Mac OS X einfließen wird.
3D-Lösungen von weiteren Firmen
Apple ist nicht die einzige Firma, die an 3D-Desktops arbeitet. Bumptop, für das man sich derzeit als Beta-Tester anmelden kann, ist einem realen Schreibtisch nachempfunden. Die Softwareschmiede Sun hat mit "Looking Glass" schon einen funktionierenden 3D-Desktop vorgeführt - allerdings bisher nur für Linux- und Solaris x86-Betriebssysteme.
In diesem Video demonstrieren die Macher von Bumptop ihren 3D-Desktop.

Damit ist die Maus Tot. Dann haben wir eine Wii ähnliche Steuerung. Wir brauchen dann mehr platzt. Aua gerade in der U-Bahn wenn wir Arme ausstrecken müssen.