Aus zwei Blickwinkeln unterschiedliche Bilder sehen
Mercedes-Benz: Splitview-Display für S-Klasse
Ab Sommer 2009 stattet der Automobil-Hersteller Mercedes-Benz seine Oberklassemodelle mit einem "Splitview-Display" aus. Dank diesem können Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Inhalte auf dem Bildschirm sehen, der Fahrer beispielsweise die Anzeige des Navigationssystems und der Beifahrer einen Kinofilm.

Splitview statt Splitscreen: Bilder überlagern sich auf dem Display
Die Splitview-Technik kommt erstmals in Wagen der S-Klasse zum Einsatz. Die von Mercedes-Benz und Bosch entwickelte Technik verbaut der Hersteller in der Mittelkonsole. Der Bildschirm des Splitview-Systems misst in der Diagonalen gut zwanzig Zentimeter. Diese Fläche wird nicht wie bei einem Splitscreen in der Mitte aufgeteilt und zwei Bilder nebeneinander angezeigt. Jedes angezeigte Bild nutzt die gesamte Fläche des Displays, sie überlagern sich: Die nebeneinander liegenden Pixel zeigen gleichzeitig zwei Bilder an, die sich aus zwei unterschiedlichen Blickpunkten ansehen lassen.
Das realisiert der Hersteller mit einer Maske: Vor dem Display sitzt ein Filter, der abhängig von der Position des Zuschauers die Pixel des einen Bildes anzeigt und die des anderen abdeckt. Auf diese Weise können zwei Personen zur gleichen Zeit ein unterschiedliches Bild auf dem Display sehen. Die Splitview-Technik wird in das bestehende Comand-System, ein in den Autos der S-Klasse bereits vorhandenes Anzeige- und Bediensystem, integriert.
Kommandozentrale: Zwei Bedienweisen für Doppel-Display
Zur Steuerung, beispielsweise des Navigationssystems, nutzt der Fahrer wie bisher bei Wagen der S-Klasse die Bedienelemente des eingebauten Comand, während der Beifahrer sein Wunschprogramm aus DVDs oder dem Fernsehprogramm mit einer Fernbedienung auswählt und steuert. An die Mittelkonsole lässt sich ein Kopfhörer anschließen, sodass der Fahrer sich auf den Verkehr konzentrieren kann, ohne vom laufenden Programm für den Beifahrer abgelenkt zu werden.
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