Projekt Medicase: Stichsäge, Dremel und Co.
Halterungen für alle Komponenten
Für die Grundplatte wurde die größere Vierkant-Aluschiene zurecht geschnitten. An den Seitenwänden und für den oberen Bereich wurden die beiden kleineren Vierkant-Aluschienen verwendet. Nach einer erneuten Abmessung und Überprüfung wurden die Schienen nochmals nachgeschliffen. Anschließend wurde die Grundplatte mit zwölf Löchern versehen, die vier großen Aluschienen mit jeweils drei. Jede Aluschiene wurde mit drei Nieten befestigt.
Die nächste Herausforderung bestand im Anfertigen der Halterungen für alle Komponenten. Dabei bereitete insbesondere die Halterung für das DVD-Laufwerk erhebliche Schwierigkeiten - es musste immer wieder zur Feile gegriffen werden, bis der Bohrer und die Nietenzange zum Einsatz kamen. Beide Halterungen wurden mit je zwei Nieten befestigt. Für die Befestigung des DVD-Laufwerks hingegen genügte bereits eine einzelne Schraube. Diese musste aufgrund des geringen Abstands zur Grundplatte am Schraubenkopf leicht abgefeilt werden.
Medicase: Halterungen
Die USB-Ports wurden leicht nach vorne geschoben und mit Heißkleber fixiert.
Für die Mainboardbefestigung und die zwei internen USB-Ports wurden fünf Halterungen mit einer Breite von einem Zentimeter gefertigt. Diese wurden aus der Dreikant-Aluschiene gefertigt. Um das Mainboard mit den vorgesehenen vier Schrauben zu befestigen, musste die sechste Halterung aus einem Teil der Aluleiste zurechtgebogen werden. Auf die Zwischenplatte wurden insgesamt acht Halterungen genietet. Vier für das Mainboard, zwei für das DVD-Laufwerk und weitere zwei für die internen USB-Ports.
Mainboardschlitten: Befestigung der Zwischenplatte
Die Zwischenplatte wurde als Mainboardschlitten konstruiert. Bis zuletzt wurde darüber diskutiert, wie dieser befestigt werden sollte. Ein späterer Austausch der Komponenten sollte ohne viel Aufwand möglich sein. Zur Wahl standen mehrere Befestigungen. Wir entschieden uns schlussendlich für die "Komfort-Deluxe-Variante". Im späteren Projektverlauf bereitete diese Lösung des Öfteren Kopfschmerzen und zwang uns zum Umdenken. Nachdem ein weiteres Mal die Passgenauigkeit aller Komponenten überprüft wurde, verschwanden diese wieder in ihren Schachteln.
Für die Befestigung der Zwischenplatte wurden vier kleine Halterungen aus der Aluschiene gebastelt. Die rund 1,5 Zentimeter langen Halterungen erhielten zudem je ein Loch und wurden an den Ecken abgeschliffen. Letzendlich kamen jedoch nur drei Halterungen zum Einsatz, befestigt wurden diese allerdings erst später. Um einen Kontrast zum Alu der Außenwand zu haben, wurde der Innenraum mit einer silbergrauen Folie beklebt. Diese dient zudem als Schutz vor Kratzern.
Kabelmanagement
Um dem Kabelsalat Herr zu werden, wurde kurzerhand ein großes Loch in die Aluplatte gebohrt. Die Größe des Lochs wurde dabei vom IDE-Flachkabel vorgegeben. Ein IDE-Rundkabel erwies sich aufgrund seiner Dicke als ungeeignet. Mit einem großen Bohrer wurden zuerst vier Löcher gebohrt und anschließend mit dem Dremel und der Feile nachbearbeitet.
Ob wir genau gearbeitet haben und alles in den kleinen Apohtekerschrank passt, erfahren Sie im dritten Teil.
Netzwelt bedankt sich bei Tobias Scharinger, der bei diesem Projekt maßgeblich mitgewirkt hat.

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