EU will Anonymisierung von IP-Adressen und Cookies verschärfen

Microsoft: "Besserer Datenschutz, wenn Google mitmacht"

Microsoft: "Besserer Datenschutz, wenn Google mitmacht" Dass die Betreiber von Suchmaschinen Daten sammeln und auswerten, ist kein Geheimnis - wohl aber, wofür diese genutzt werden. Datenschützer und EU-Kommission fordern deshalb eine Anonymisierung nach einem halben Jahr. Microsoft ist dabei - aber nur, wenn Google und Co. nicht kneifen.

Wer bei einem Anbieter wie Google, Yahoo oder Microsoft Begriffe in die Suchmaschine eingibt oder Online-Dienste nutzt, hinterlässt zwangsläufig Daten auf den Firmenservern. Teilweise lässt sich daraus aus die Identität des Nutzers schließen - grundsätzlich kein Problem, helfen diese Daten doch bei der Personalisierung der Angebote.

Doch wie lange diese Daten archiviert werden dürfen, ist ein Streitthema: Google etwa speichert 18 Monate lang, bei bestimmten Suchanfragen auch nur neun Monate. Yahoo hat sich auf 13 Monate festgelegt und Microsoft auf 18. Nach diesem Zeitraum werden die Informationen allerdings nicht komplett gelöscht, sondern lediglich anonymisiert, sodass sie nicht mehr einer Person zugeordnet werden können. Die Firmen begründen die Notwendigkeit der Speicherdauer damit, dass nur so die Dienste stetig verbessert werden könnten. Unstrittig ist aber auch, dass mit den erhobenen Informationen bares Geld verdient werden kann.

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EU: Maximal sechs Monate speichern

Geht es nach der Europäischen Union, ist dieses Zeitfenster für die Anbieter deutlich zu groß bemessen. Im Artikel 29 der Data Protection Working Party forderte die EU-Kommission im April 2008, dass Suchmaschinenbetreiber die sensiblen Daten wie IP-Adresse oder zurückverfolgende Cookies nach spätestens sechs Monaten anonymisieren sollen.

Microsoft Live
Würde die Daten aus Suchanfragen nach sechs Monaten anonymisieren: Microsoft.

Jetzt äußerte sich Microsoft zu diesem Vorschlag. John Vassallo, Vize-Präsident für EU-Angelegenheiten, hält solch einen Standard von sechs Monaten Speicherdauer für eine gute Idee. Allerdings betont er auch, dass sich Microsoft als Anbieter einer Suchmaschine mit etwa zwei Prozent Marktanteil derzeit nicht mit den Großen messen könne. Deshalb sei es ein wirtschaftlicher Nachteil, als einzige Firma den EU-Forderungen nachzukommen.

Sollten allerdings die Konkurrenten Google und Yahoo ebenfalls zustimmen, würde Microsoft laut Vassallo die Datensätze nach einem halben Jahr wie vorgeschlagen anonymisieren. Von Google gab es bislang lediglich die Reaktion eines Konzernsprechers, dass man die aktuellen Speicherzeiten beibehalten werde.

Die Forderung der EU-Kommission finden Sie unten in den Links zum Artikel.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Ja, das ist schon richtig so, aber ob ich das gut finden soll oder nicht möchte ich gar nicht erörtern. Mir ging es um das blinde akzeptieren solcher eigentlich positiver Dinge, die aber auch genausogut ins...

Hallo grunzer, da bin ich jetzt unsicher, ob ich bei der "Personalisierung der Angebote" den Seitenhieb verstanden habe ;-). Schließlich freut man sich doch, wenn man bei seinem Online-Shop mit Namen...

Zitat: grundsätzlich kein Problem, helfen diese Daten doch bei der Personalisierung der Angebote Da hätte ich von der Netzwelt etwas mehr erwartet als "friß oder stirb"! ...

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