Tutorial: Filmen mit der EOS 5D Mark II
Film-Profis können mit der 5D Mark II gut arbeiten
Die andere Hand braucht man, um die Brennweite einzustellen und das Motiv zu fokussieren. Von der Verwendung des Autofokus ist abzuraten. Die 5D Mark II besitzt einen Autofokus für Fotos. Er stellt sich sehr schnell scharf und schießt auch über das Ziel heraus, bevor er sich auf die richtige Schärfe einpendelt. Der Autofokus von Camcordern tastet sich dagegen langsamer ans Motiv heran, was für den späteren Filmbetrachter angenehmer ist.
Eine Hand an der Kamera, eine Hand am Objektiv, dann noch auf das unbewegliche Display schauen um das Motiv zu kontrollieren - um in diesem Moment eine ruhige Aufnahme hinzubekommen, braucht es viel Übung. Brennweite und Fokussierung kann man mit nur zwei Händen in diesem Moment natürlich nicht gleichzeitig umstellen. Jedes Umfassen an der Kamera bringt sie aber wiederum in Bewegung.
Für Einsteiger überdimensioniert
Die EOS 5D Mark II von Canon ist keine Kamera für Familienvideos oder spontane Clips - mit weniger Aufwand für den Filmer liefern Camcorder, die man bereits für unter 500 Euro erhält, auch brauchbare Ergebnisse. Ihre technischen Möglichkeiten kommen nur bei durchgeplanten Filmprojekten mit einem Mindestmaß an Equipment zu voller Entfaltung. Selbst ein professioneller Fotoreporter wird mit der Kamera während der Arbeit nicht spontan nebenbei einen brauchbaren Film drehen können.
Das interne Mikrofon der 5D Mark II zeichnet nur in Mono-Qualität auf. Da es im Kameragehäuse sitzt, nimmt es jedes noch so leise Geräusch der Kamera mit auf. Der Bildstabilisator des Objektivs sorgt zum Beispiel für einen surrenden Dauerton wie bei alten Stummfilmen. Für brauchbare Audioqualität ist ein externes Stereo-Mikrofon nötig.
Die 5D Mark II zeichnet im MOV-Formt auf. Die Dateien lassen sich zwar unkompliziert von der Speicherkarte auf den Computer kopieren und auch sofort mit Quicktime von Apple oder anderen Media Playern anschauen. Zur weiteren Verarbeitung muss man sie entweder mit Datenverlust umwandeln oder zu den über 1.000 Euro teuren Videoschnitt-Programmen Adobe Premiere oder Final Cut von Apple greifen.
Für Profis bleibt die Canon EOS 5D Mark II auch für den Filmdreh eine gute Wahl. Wegen ihrer geringen Größe im Vergleich zu Filmkameras eröffnen sich ihr ganz neue Blickwinkel. Ihre Bildqualität ist analogen 35-Millimeter-Filmen ebenbürtig.
Tokyo Reality (Canon 5D Mark II) Final
Mit der Canon EOS 5D Mark II aufgenommener Film - keine Nachbearbeitung, sondern nur geschnitten.
An der 5D Mark II können Filmemacher alle Einstellungen vornehmen, die für beliebte Stilmittel wie Unschärfe nötig sind. Die Tiefenschärfe lässt sich ebenfalls einstellen. An die Kamera können sämtliche Objektive mit EF-Bajonett angeschlossen werden. Die Auswahl reicht somit von weitwinkligen Fish-Eye-Objektiven bis hin zu Zoom-Objektiven mit einer Brennweite von 800 Millimetern. Außerdem ist die Verwendung von Objektiven mit einer Lichtstärke von f2 oder kleiner für Filmemacher eine ganz neue Erfahrung und macht bei vielen Einstellungen zusätzliche Beleuchtungen überflüssig - sofern die Originalbeleuchtung des Schauplatzes ins Filmkonzept passt.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 5 Beiträge
Ist die EOS 5D nicht *eigentlich* eine Fotokamera? Sind die qualitativ nicht eher mies, was das Filmen anbelangt... Bitte nicht losbashen, wenn ich jetzt falsch liege, aber bis jetzt war das immer das, was...
Kann nur beipflichten: diesen Artikel sollte man besser übersehen. Allerhand Unsinn darin.
blödsin,,,. http://www.usa.canon.com/dlc/controller?act=GetArticleAct&articleID=2326
nach Firmwareupdate ist blende und belichtung auch bei videos manuell einstellbar.
vielleicht hättet ihr die 5DII selbst einmal in die Hand genommen und getestet, dann wären nicht so viele Fehler im Text. Der Quick-Autofokus lässt sich nicht im Videomodus nutzen. Die Schärfentiefe lässt sich...