21 Millionen Datensätze wurden dem Magazin WiWo angeboten
Datenklau: Konto-Daten von 21 Millionen Bürgern im Umlauf
Laut eines Berichtes der WirtschaftsWoche befinden sich Daten von 21 Millionen Bundesbürgern auf dem Schwarzmarkt. Im schlimmsten Falle müssten demnach drei von vier Haushalten befürchten, dass Konten angezapft und Geld abgebucht wird. 12 Millionen Euro sollte die Wirschaftswoche eigenen Angaben zufolge für die Datensätze bezahlen.
Dass es sich um keine Ente handelt, zeigt eine erhaltene CD mit 1,2 Millionen Kundendaten. Diese lag dem Angebot an die Wirtschaftswoche bei. Nach erster Einsicht enthielt der Datenträger neben Angaben zur Person wie etwa Geburtsdaten auch Bankverbindung mit Kontonummer und Bankleitzahl. Einige Datensätze ließen sogar Rückschlüsse auf die Vermögenslage zu.
Staatsanwaltschaft ermittelt bereits
Seit Donnerstag, den 04. Dezember 2008, liegen der Düsseldorfer Staatsanwalt die Datensätze vor. Sie muss nun klären, wie diese sensiblen Informationen illegal in Umlauf gebracht worden sind. Nach Angaben der WirtschaftsWoche führen die ersten Spuren zu kleineren Callcenter-Betreibern. Diese erhalten solche Datensätze meist vom Auftraggeber selbst, um beispielsweise kundenspezifische Anfragen schneller beantworten zu können. Da sie aber ebenfalls Unternehmen einschalten, die diese Informationen wiederum verwalten, verliert sich die Spur im Nirwana.
Hinzu kommt die unterschiedliche Arbeitsweise der Subunternehmen. Diese kaufen bestimmte Daten von Adresshändlern, um ihren eigenen Datenbanken zu ergänzen. Die meist schlecht bezahlten Mitarbeiter solcher Callcenter nutzen den Zugang zu den Datenbanken und stehlen per USB-Stick oder CD-Rohling die Daten aus den vermeintlich sicheren Toren der Firma.
Kein Einzelfall
Die WirtschaftsWoche berichtet, dass die gestohlenen Daten an Hintermänner verkauft werden. Sie sind es dann, die Bank- und Adressdaten zusammenfügen, Doppelungen bereinigen und sie im großen Stil anbieten. Dass es sich hierbei um kein Einzelfall handelt, zeigen andere Fälle rund um den Datenklau.
So tauchte im August 2008 bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine CD mit Daten von 17.000 Bundesbürgern auf. Auch sie enthielt die beschriebenen Information wie etwa Name, Kontoverbindung oder Telefonnummer. Kurz darauf meldete auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen, ihm seien sechs Millionen Datensätze angeboten worden. Richtig angefangen hat diese Krise mit dem Datendiebstahl bei der Deutschen Telekom. Ihr wurden vor zwei Jahren 17 Millionen Datensätze entwendet.

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naja, wundern tuts mich nicht, nachdem ich bereits Anfang August folgende Anzeige im Kleinanzeigenmarkt kijiji, Regionalteil MeckVopo gelesen habe: Originaltext: Standort: Mecklenburg-Vorpommern,...