Bundesnetzagentur will per Glasfaser neue Dimensionen schaffen

Neues Netz: Von Kupfer zu Glasfaser

Die Bundesnetzagentur will mit einem neuen Netz aus Glasfaser in die erste Internet-Liga. So zumindest könnte man die Äußerung von Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, bei der Anhörung über das Projekt "Next Generation Networks (NGN)" im Unterausschuss Neue Medien des Bundestags, deuten. Die 50 Megabyte pro Sekunde (MBit/s), die zurzeit von der Telekom per VDSL angeboten werden, seien "lächerlich".

Neues Netz: Von Kupfer zu Glasfaser
Glasfaser: Schneller und robuster als Kupfer. (Bild: Wikipedia)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Datenverkehr: Monatlich 16.000 DVDs
  2. 2Investitionen in die Zukunft
  3. 3Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich das Netz zugunsten des Users auswirkt.
  4. 4Filme oder Musik: Alle sind gleich
  5. 5NGN: Der wunde Punkt

Henseler-Unger spielt mit dieser Aussage auf die im Vergleich zu anderen Ländern schlechtere Netzstruktur Deutschlands an. Verfügt man im asiatischen Raum, in Skandinavien oder in den Niederlanden schon lange über Glasfaserleitungen, setzt man dagegen in Deutschland noch immer Kupferkabel für die letzte Meile ein - dem Abschnitt der Leitung, der zum Hausanschluss führt. Mit Glasfaser wäre eine Geschwindigkeit von mindestens 100 MBit/s möglich.

Datenverkehr: Monatlich 16.000 DVDs

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Rainer Fischbach, Informatikberater und Publizist aus Berlin, nennt auch den Grund dieses Fachgespräches mit mehreren Sachverständigen. Die extremen Dauer-Belastungen seien Schuld, dass ein neues Netz zum Muss wird. Die Anforderungen an die kommende Netz-Struktur sind dank YouTube, Google oder MySpace gestiegen und werden weiter ansteigen. Fünf Milliarden Menschen werden außerdem laut einer Schätzung von Nokia Siemens Networks (NSN) im Jahre 2015 im World Wide Web unterwegs sein.

Nur offene Internet-Schnittstellen, die keiner Regel untergeordnet sind, also Pakete ohne Nachfrage durchlassen, können diesem Daten-Ansturm stand halten. Was Fischbach damit meint, sieht man anhand des Beispiels von Peer-to-Peer-Netzwerken. Eine aktuelle Studie sagt voraus, dass der Datenverkehr über solche Netzwerke in den nächsten fünf Jahren um 400 Prozent ansteigen wird.

Alleine im Jahr 2012 würde das einer monatlichen Datenmenge von acht Petabyte, umgerechnet 8.000 Terabyte, oder 16.000 DVDs entsprechen. Würde hier nur jedes Tausendste Daten-Paket überprüft werden, käme es im wahrsten Sinne zu einem Datenstau - selbst der Ladevorgang von einfach gestrickten Seiten würde sich vehement in die Länge ziehen.

Investitionen in die Zukunft

Ein neuer Netzausbau kostet aber Geld und finanziert sich nicht von selbst. Daher plädiert die Netz-Expertin Henseler-Unger für mehr Sicherheit für die Investoren. Die Problematik liegt dabei in den Regulierungsauflagen für einzelne Unternehmen.

Diese werden zurzeit, wie im Telekommunikationsgesetz vorgeschrieben, alle zwei Jahre einer Überprüfung unterzogen. Sinnvoller wäre laut Bundesnetzagentur eine Anpassung alle fünf bis zehn Jahre. Nur so könne man langfristige Investitionen planen. Alleine kann Deutschland diese Regulierung aber nicht entscheiden. Hier ist ein positiver Wink aus Brüssel von Nöten.

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Wer es glaubt..... Ich wohne in einem Glasfasergebiet mit dem Erfolg dass mehr als ISDN "nicht" möglich ist. Klingt natürlich phantastisch und wird aus Kostengründen ...

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