Drahtloses Headset im Test: Creative HS-1200
Tragekomfort: Anpassung an jeden Kopf
Der interne Akku im Headset bietet bei mittlerer Lautstärke Saft für etwa sieben Stunden und ist in rund zweieinhalb Stunden aufgeladen. Hierzu muss lediglich das Kabel vom Empfänger an die rechte Ohrmuschel angeschlossen werden. Positiv: Während des Ladevorgangs kann das Headset in Betrieb bleiben. Insgesamt hat das Kabel eine Länge von zweimal 86 Zentimetern. In der Mitte befindet sich der Empfänger. Das Kabel ist im Vergleich zu kabelgebundenen Headsets kurz. In der Mitte des Empfängers prangt ein großer Taster, um die Frequenz zu ändern.
Das Creative HS-1200 passt sich jeder Kopfform sehr gut an. Die Ohrmuscheln sind nur an zwei dünnen Metallbügeln befestigt und bleiben beweglich. Obwohl die Ohren nicht vollständig umschlossen werden, finden nur wenige Außengeräusche den Weg ans Ohr. Die Ohrmuscheln sind dick gepolstert, genauso wie auch der Bügel. Dieser verfügt leider über eine zu hohe Spannung. Die Ohren quittieren dies beim längeren Tragen durchaus mit leichten Schmerzen.
Verschärfend kommt hinzu, dass die Lauscher schon nach relativ kurzer Zeit heftig anfangen zu schwitzen. Eine größere, die Ohren vollkommen umschließende Polsterung, hätte hier Abhilfe schaffen können. Die Seitenbügel sind nicht gerastert und können sich vor allem beim Auf- und Abnehmen des Headsets verstellen.
Mikrofon: Flexibel wie eine Schlange
Das Mikrofon ist flexibel angebracht und ermöglicht nahezu jede Position ohne dabei geknickt zu werden - Kabelbruch ausgeschlossen. Die Sprachqualität konnte im Gespräch überzeugen und kam sauber beim Gesprächspartner an, wenn keine Funkunterbrechungen dazwischen kam.
Die Ohrmuscheln sind frei bewegbar.
Fazit: Ein Headset mit zwei Seiten
Als drahtloses Headset für ambitionierte Spieler kann das Creative HS-1200 im netzwelt-Test nicht überzeugen. Die Reichweite beträgt lediglich zwei Meter, ab drei Metern kommt es bereits in der Testumgebung zum Totalausfall. Der einzige Vorteil, der bleibt, ist, dass kein Extra-Kabel auf dem Schreibtisch liegt oder beim Spielen stört.
Als kabelgebundenes Headset hingegen präsentiert sich dem Nutzer ein vollkommen anderes Bild vom Creative HS-1200, vor allem durch das ausgewogene Klangbild punktet das Testmodell kräftig. Für den Dauergebrauch ist das Headset gut gepolstert, als Schwachstelle erweist sich der zu stramme Bügel, der den Druck auf die Ohren unnötig erhöht. Das Kabel vom Empfänger zu den Kopfhörern könnte ebenfalls länger sein. Das Creative HS-1200 ist zu einem Preis von rund 65 Euro in Online-Shops verfügbar. Für den guten Klang ist dieser Preis gerechtfertigt. Leider werden Spieler trotz der drahtlosen Verbindung schließlich doch an die kurze Leine genommen.
