Europäisches Parlament muss noch Zustimmung geben

EU-Minister: SMS im Ausland maximal 13 Cent

Die EU-Länder wollen die Preise für SMS ins europäische Ausland senken. In Brüssel stimmten die für den Bereich Telekommunikation zuständigen EU-Minister über dieses Vohaben ab. Demnach könnten SMS und Datenverkehr schon im kommenden Sommer günstiger werden.

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strand handy roaming
Stimmt das Europäische Parlament zu, wird die Handy-Nutzung im Urlaub deutlich günstiger.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Vorhaben: SMS kosten im EU-Ausland maximal 13 Cent
  2. 2Entscheidung liegt beim Europäischen Parlament
  3. 3Datenverkehr soll ebenfalls günstiger werden

Vorhaben: SMS kosten im EU-Ausland maximal 13 Cent

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Vorschlägen der Minister zufolge sollen ab Juli 2009 Textnachrichten im EU-Ausland den Preis von 13 Cent inklusive Mehrwertsteuer nicht überschreiten. Das würde eine erhebliche Kostenerparnis für europäische Urlauber bedeuten: Bisher kosten die SMS im Ausland - beispielsweise in Spanien - bis zu 40 Cent. Der Durchschnittspreis für eine SMS im EU-Ausland liegt dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zufolge bei 29 Cent.

Entscheidung liegt beim Europäischen Parlament

Die entgültige Entscheidung über die Kosten-Obergrenze fällt allerdings erst im April 2009, wenn das Europäische Parlament über das Vorhaben abstimmt. Im vergangenen Jahr waren auf diesem Wege bereits die Roaming-Kosten für Handy-Gespräche aus den EU-Ländern gesenkt worden. Auch bezüglich der Taktung einigten sich die EU-Minister: Tritt die Verordnung im Sommer in Kraft, müssen die Mobilfunkbetreiber die Gespräche nach einer halben Minute sekundengenau abrechnen.

Datenverkehr soll ebenfalls günstiger werden

Stimmt das Europäische Parlament zu, wird zudem der Datenverkehr im Ausland günstiger: Die Minister setzten die Obergrenze auf einen Euro pro Megabyte heruntergeladener Daten. Außerdem schlugen sie in Brüssel vor, dass der Nutzer eine automatische Nachricht erhält, sobald er eine Kostengrenze von fünfzig Euro überschreitet.

Das Vorhaben trifft aber nicht nur auf Zustimmung. So gibt der Geschäftsführer des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, kurz BITKOM, angesichts der 13-Cent-SMS zu bedenken: "Das ist weit weniger als der typische Preis im Inland von 19 Cent. Offenkundig will die EU systematisch testen, wie weit sie die Wirtschaft mit Preisdiktaten belasten kann." Schließlich könne die Nutzung im Ausland nicht preiswerter als der gleiche Service im Inland sein. Folge der künstlich niedrigen Preise könne das Fehlen von Geldern für den Netzausbau- und die Qualität sein.

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