Lenovo will Daten auf ThinkPad-Reihe vor Schnüfflern sichern

Ab 2009: Notebook-Sperrung per SMS

Ab 2009: Notebook-Sperrung per SMS Ist das Notebook abhanden gekommen, weint man nicht nur dem Gerät selbst hinterher. Lenovo hat nun ein neues Sicherheitstool entwickelt, mit dem Sie ab 2009 per SMS Notebooks herunterfahren und dadurch verschlüsseln können. Vor allem sensible Daten würden so vor Schnüfflern sicher sein.

Wenn das Notebook erst einmal weg ist, ist guter Rat teuer. Persönliche und geschäftliche Daten sind nun in der Hand von Fremden. Um den ersten Schrecken besser zu verdauen, bringt Lenovo Anfang 2009 mit "Constant Remote Secure Disable" ein neues Werkzeug heraus, das Notebooks der ThinkPad-Reihe per SMS gegen unbefugten Datenzugriff schützen soll. Zwar hat der Besitzer damit sein Notebook nicht wieder zurück. Doch kann er sicher sein, dass mit den darauf gespeicherten Daten kein Unfug angestellt wird.

Werbung

Geht also ein Gerät verloren oder wird es gestohlen, muss der Besitzer vom Handy eine SMS mit einem Sperrbefehl verschicken, um das Notebook für Unbefugte unbrauchbar zu machen. Wenn das ThinkPad das Sperrkommando empfängt, schaltet sich der Computer sofort ab. Durch das Abschalten wird die Festplatte wieder in den verschlüsselten Zustand versetzt und der vermeintliche Schnüffler hätte keine Chance mehr, fremde Daten auszuspionieren.

Reaktivierung per Code

Das Abschalten des Notebooks ist auch nötig, da im laufenden Betrieb eine Verschlüsselung zur Datensicherung nicht greift. Ist der Rechner noch angeschaltet, kann er nämlich von kundiger Hand formatiert und weitergenutzt werden. Bei einer Abschaltung per SMS allerdings ist ein Wiederhochfahren nicht mehr möglich - nur ein Reaktivierungscode kann das Hochfahren des Systems wieder ermöglichen. Diesen besitzt aber nur der rechtmäßige Besitzer.

Nach erfolgreicher Sperrung erhält der Nutzer eine Benachrichtigung über die erfolgreiche Sperre, was besonders für Business-Anwender aufgrund von Unternehmensrichtlinien wichtig sein kann. Damit die Fernabschaltung funktioniert, besitzt das geschützte Notebook eine UMTS-Schnittstelle. Der Nutzer selbst benötigt dazu noch einen gültigen Vertrag und der Computer muss sich in Reichweite des genutzten GSM-Netzes befinden.

Die Fernabschaltung soll in den USA Anfang 2009 als kostenloses Zusatzfeature in ausgewählten ThinkPad-Modellen zum Einsatz kommen. Welche das genau sind, ist noch nicht bekannt.

Für Europa wird das Herunterfahren per SMS erst im April 2009 möglich sein. Ob die dafür vorgesehenen Notebooks schon vorab mit einer Verschlüsselung ausgeliefert werden, konnte Lenovo gegenüber netzwelt nicht bestätigen. Die Schutzmaßnahme wurde in Zusammenarbeit mit dem Embedded-Spezialisten Phoenix Technologies entwickelt.

Links zum Thema

Kommentieren