Angetestet: Endzeit-Shooter Fracture
Die Aufgaben: Eindeutig zu schwer
Neben den recht schwierigen Aufgabenstellungen kommen die Schlachten nicht zu kurz. Allerdings gehen die Kampfhandlungen zwischen den Rätseln und dem Suchen nach einem Ein- oder Ausgang leicht unter. Dazu ist der Schwierigkeitsgrad der Level einfach nicht nachzuvollziehen. Zwar gibt es immer eine Steigerung am Ende eines Durchgangs, die meist durch spezielle Endgegner mit enormer Feuerkraft aufwartet. Doch sind diese gepaart mit den heiklen Rätseln absolut unzumutbar.
Ein Beispiel: In einer Sequenz müssen Sie Brody über ein Feld bewegen. Links läuft ein Strom aus brennender Lava, rechts tummeln sich Alien-Wesen unter dem Boden. Beim vorsichtigen Betreten des Bodens wird der Soldat buchstäblich von den Aliens umgesäbelt. Während des Betretens machen Sie sich zwischen den springenden Aliens schon Gedanken, was da vor Ihnen noch passieren könnte.
Fracture: Das Video gibt einen kleinen Einblick in das tüftelnde Kriegspielen
Vor Ihnen, in beachtlicher Entfernung, sehen Sie ein zu zerstörendes Energielager. Von dort wird nun, während Sie sich mit Brody gemeinsam über die Aliens im Boden ärgern, scharf geschossen. Die Gegner sind dazu aus allen Bereichen der vorangegangenen Level zusammen gekommen und setzen alles daran, Sie zu vernichten. Eine Riesen-Apocalypse, und Sie sind mittendrin. Hier hätten die Macher sich entscheiden müssen, ob sie lieber einen Ego-Shooter oder ein Jump-and-Run-Spiel herausbringen möchten. Beides ist nur sehr schwer zu vereinen.
Was fehlt: Die richtige Entscheidung
Ein anderes Manko des Spiels ist die Waffenführung. Zwar steht Brody eine wirklich unglaublich große Auswahl an Waffen mit den verschiedensten Funktionen zur Verfügung. Auch sind diese im gesamten Spielverlauf intelligent abgelegt. Nur leider nicht da, wo man sie benötigt.
So können Sie in den Endkämpfen mit einem herkömmlichen Maschinengewehr kaum etwas anrichten. Hier müssen Sie den Soldaten immer wieder zu schon bespielten Orten zurückführen, um beispielsweise nachzuladen oder eine stärkere Waffe einzusammeln.
Fazit
Fracture ist ein kurzweiliger Shooter mit neuen Features wie dem Terraforming, Jump-and-Run-Elementen und puzzligem Rätsel-Flair. Aber gerade dieser Mix unterschiedlicher Genre machen den Titel streckenweise schwer spielbar. Auch fehlen während des Spielbetriebs nötige Hilfestellungen, die das Spielen erleichtern würden. Die Grafik hingegen ist gut gelungen. Je nach Version kostet Fracture zwischen 60 und 70 Euro.
Getestet wurde auf der Microsoft-Konsole Xbox 360. Zusätzlich ist das Spiel aber auch für die Playstation 3 erhältlich. Neben einem Single-Playermodus kann der Spieler dazu online mit bis zu zwölf Spielern den Kampf aufnehmen.

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