Südkoreanische Wissenschaftler entwickeln "True Blue" für OLED-Displays
Dünne Displays: OLED-Bildschirme mit echtem Blau
Südkoreanische Wissenschaftler haben ein Material entwickelt, das Blau auf den sehr dünnen OLED-Displays besser wiedergibt als bisherige Stoffe. Organisches Licht abgebende Dioden (organic light-emitting diode, OLED) gelten als Nachfolger der Flüssigkristalle in Flachbildfernsehern. OLED-Displays können so dünn wie ein Blatt Papier sein.

OLED-Displays mischen zur Wiedergabe unterschiedlicher Farbtöne die Grundfarben Grün, Rot und Blau. Gegenüber LCDs bieten OLEDs ein größeres Sichtfeld, mehr Farbqualität und einen geringeren Stromverbrauch. Bisher gab es aber nur OLED-Material, das Rot und Grün effizient darstellt. Die Darstellung eines echten Blaus war bislang ein Problem.
Das Ende dieses Problems gab der Chemie-Professor Jin Sung-Ho von der Pusan National University gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt. Sein aus Staatsmitteln gefördertes gemeinsames Forschungsprojekt mit Wissenschaftlern der Seoul National University habe ein OLED-Material entwickelt, das echtes Blau (True Blue) wiedergebe.
Südkorea finanziert die Forschung, weil das Land der weltweit größte Produzent von Flüssigkristalldisplays (LCDs) ist und bei der Nachfolgetechnik OLED nicht den Anschluss verlieren möchte. Laut Professor Jin ermöglicht seine Entdeckung den Bau von noch besseren OLED-Displays.






