Symantec-Report beziffert Wert auf 220 Millionen Euro
Online-Kriminalität: Der Untergrund verdient gut
In ihrem alljährlichen Bericht geht die Sicherheitsfirma Symantec der Frage nach, wie es um die Gefahren im Internet steht. Die für 2008 gesammelten Informationen zeigen: Die kriminellen Geschäfte mit Bank-Accounts und persönlichen Daten blühen auf - ein Millionengeschäft für die Untergrund-Händler.
Im Global Internet Security Threat Report hat Symantec ein Jahr lang vom 1. Juli 2007 bis zum 30. Juni dieses Jahres etwa 45.000 Informationen zusammengetragen, die Aufschlüsse über kriminelle Online-Geschäfte geben sollen. Ein besonderes Augenmerk haben die Experten dabei auf so genannte Underground Economy Server gelegt: virtuelle Plätze im Netz, auf denen ein reger Handel mit illegalen Daten betrieben wird.
Könnten sämtliche Daten und Sicherheitslücken, die dort zum Angebot stehen, auch erfolgreich an einen Käufer weitervermittelt werden, wäre dieser Geschäftszweig nach Schätzungen von Symantec etwa 220 Millionen Euro wert. Und diese Zahl stünde lediglich für den Verkauf von Passwörtern oder Bankdaten selbst - der daraus resultierende Schaden liegt nach Beobachtungen in dem Report bei über fünf Milliarden Euro.
Beobachten im kriminellen Kern
Symantec fand durch Recherche in Untergrund-Foren und Chat-Diskussionen heraus, dass am häufigsten die gestohlenen Bankdaten von Benutzern zum Verkauf angeboten würden. Der Preis schwanke hier je nach Aktualität und Attraktivität zwischen fünf und weit über 1.000 Euro pro Datenpaket. Am meisten angefragt hingegen würden mit mehr als 30 Prozent Anteil persönliche Kreditkarten-Informationen.
Wer sich mit illegalen Programmen eindecken möchte, um selbst auf die Jagd nach sensiblen Daten zu gehen, wird laut Symantec ebenfalls fündig: 15 Euro werden für einen Keylogger fällig, der die Tastatur-Eingaben an einem Computer protokolliert. Für knapp 200 Euro erhält der Käufer Rechenkapazität in einem Botnetz, um beispielsweise Spam-Mails im großen Stil zu versenden. Eine Software, die gezielt Sicherheitslücken beim Online-Banking ausnutzt, schlägt mit 600 bis weit über 2.500 Euro zu Buche. Mit 41 Prozent der für diese Geschäfte genutzten Untergrund-Servern einsam an der Spitze: die USA.
Den kompletten Symantec-Report finden Sie unten bei den Links zum Artikel.
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