Die Stromfresser kommen: Konsolen vs. Green IT
Konsolen: Faulheit wird teuer
Problematisch sind diese Zahlen nach Ansicht des NRDC, weil sie nur aus Bequemlichkeit und Unwissen entstehen. Denn wer seine Xbox 360 nach der Nutzung ausschaltet, spart gegenüber den unverantwortlicheren Personen etwa 75 Euro im Jahr an Stromkosten. Bei der PS3 sind es sogar fast 100 Euro - Besitzer der älteren Baureihen würden zusätzlich profitieren.
Nur bei der Nintendo Wii tut nach Schätzungen des NRDC die Sorglosigkeit in Sachen Stromverbrauch weniger weh: Käufer könnten hier durch Ausschalten ihrer Konsole nur etwa fünf Euro pro Jahr einsparen. Wohlgemerkt: Die Berechnungen der Studie setzen lediglich voraus, das Gerät nach dem Spielen abzuschalten, um diese Ersparnis einzufahren - von einem Reduzieren der Spieldauer ist nicht die Rede. Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse zusammen:
Eine Milliarde Dollar, sieben Megatonnen CO2
Das Fazit der Studie: Die USA vergeuden durch nicht ausgeschaltete Spielekonsolen jährlich eine Milliarde Dollar und erzeugen sieben Millionen Tonnen unnötiges CO2. Zwar sind die Vereinigten Staten in Sachen Stromverbrauch weltweit führend, zudem besitzen etwa 40 Prozent der US-Amerikaner eine Konsole. Dennoch lassen sich aus diesen Zahlen Rückschlüsse auf den europäischen Markt ziehen.
Und daher gibt das NRDC als Behörde im Auftrag des Umweltschutzes auch Hinweise, wie Benutzer und Hersteller gleichermaßen gegen Klimaerwämung und erhöhte Ausgaben angehen können. Geht es nach dem NRDC, ließe sich mit einem simplen Trick der Löwenanteil des Stromverbrauchs einsparen: Konsolen müssten einen effektiven Standby-Modus besitzen und diesen vor allem bereits ab Werk eingestellt haben.
So wäre die Initiative der Nutzer erst dann gefragt, wenn der Stromspar-Modus abgeschaltet werden soll. In der Realität sieht es noch anders aus: Bei der Xbox 360 lässt sich die Funktion zum automatischen Abschalten bei Inaktivität nur umständlich über die Systemeinstellungen finden, bei der PS3 fehlt sie komplett.
Und die Standby-Kosten?
Unbeantwortet lässt die Studie des NRDC, wie teuer es ist, die Konsolen lediglich abzuschalten, nicht aber komplett vom Stromnetz zu trennen. Bei der Playstation 3 mit einem Standby-Verbrauch von etwas über einem Watt wären das knapp elf Kilowattstunden pro Jahr, wenn die Konsole 24 Stunden am Tag auf Standby ist. Die Xbox 360 käme mit ihren etwa zwei Watt Ruheverbrauch auf knapp 20 Kilowattstunden bei gleichen Rahmenbedingungen.
Je nach Preis pro Kilowattstunde müssen PS3-Besitzer hier also mit etwa zwei Euro und Xbox-Nutzer mit knapp vier Euro Grundkosten rechnen, wenn sie bei ihrer Konsole niemals den Stecker ziehen. Sobald die Spielgeräte angeschaltet sind und die volle Leistung entfalten, schnellen die Preise natürlich entsprechend in die Höhe und führen zu den in der Studie des NRDC präsentierten Ausgaben.
Die komplette Studie finden Sie unten in den Links zum Artikel.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Sony Playstation hier.

