BRRips, BDRips und AVCHD - warum die DVD-Qualität nicht aufgestockt wird
Blaues Wunder: Blu-ray-Filme für den DVD-Player
Filesharing
Als Ablösung der Videokassette war die DVD lange der Inbegriff von hoher Bildqualität. Doch in Zeiten von HD-Fernsehern und Blu-ray-Filmen beweisen ausgerechnet kriminelle Internet-Gruppen und chinesische Fälscher, dass deutlich höher aufgelöste Inhalte auf einen DVD-Rohling passen würden.
Inhalt
- Die DVD: Überholt und abgelöst
- Gerippte Blu-rays als Mauerblümchen
- Hochauflösende Inhalte als AVI
- AVCHD: Blu-ray-Plagiate aus China
- Dreieicksbeziehung: DVD, Blu-Ray, Illegales
Die DVD: Überholt und abgelöst
Welch kristallklares Bild präsentierte sich der VHS-Generation, als die ersten Kinostreifen auf einer DVD im Abspielgerät rotierten. Revolutionäre 720 x 576 Pixel betrug die Auflösung beim PAL-Standard, immerhin 720 x 480 Pixel für NTSC. Gepresst wurden die Filme erst auf klassische einschichtige Rohlinge mit 4,7 Gigabyte Fassungsvermögen, es folgten beidseitige oder doppelt beschichtete Exemplare mit bis zu neun Gigabyte Platz.
Für den altgedienten Röhrenfernseher mögen diese Dimensionen noch ausreichend gewesen sein. Doch TV-Geräte mit dem Prädikat Full HD schaffen Auflösungen bis zu 1.980 x 1.080 Pixeln - kurz 1080p -, waren damit also bei weitem nicht ausgelastet. Nach einem jahrelangen Formatkrieg mit der HD-DVD konnte sich Blu-ray als Standard für hochauflösende Inhalte etablieren und die Generation moderner Fernseher voll ausreizen.
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Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Gerippte Blu-rays als Mauerblümchen
Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis der Kopierschutz des DVD-Nachfolgers Blu-ray geknackt wurde und die Daten auf den Computern krimineller Nutzer landeten. So gelangten die ersten im Datenumfang komprimierten Formate in Tauschbörsen und BitTorrent-Clients. Am häufigsten anzutreffen war hier der Video-Container Matroska (MKV), dessen Codecs einen randvollen Blu-ray-Rohling bei nahezu gleichbleibender Qualität von 25 auf unter fünf Gigabyte Speicherplatz bringen konnten.
Doch perfekt war dieses Ergebnis für die Filesharer-Kundschaft nicht: Gängige DVD-Player, Konsolen außer der PlayStation 3 und sogar so manche Abspiel-Software auf dem Computer konnte mit dem MKV-Format nichts anfangen. Die Dateien fristen daher in den Tauschbörsen oftmals ein ähnlich einsames Dasein wie die Blu-ray-Originale in den Verkaufsregalen.
Hochauflösende Inhalte als AVI
Doch Skeptiker sollten ihr blaues Wunder erleben: Mittlerweile tauchen die ersten illegalen Veröffentlichungen von Filmen auf, die den Zusatz BRRip oder BDRip im Namen tragen. Beide versprechen annähernd HD-Qualität, doch von MKV findet sich keine Spur. Hier dient der weit verbreitete AVI-Container als Basis, mit dem sich der Löwenanteil von Abspielgeräten und -Programmen problemlos versteht.
Für BDRips wird bei diesem neuartigen Verfahren das Blu-ray-Original als Quelle verwendet, bei BRRips eine bereits ins MKV-Format umgewandelte Datei. Beide Methoden haben eins gemeinsam: den Xvid-Codec. Damit schaffen es die Internet-Gruppen, die Inhalte mit einer Auflösung von 720p auf die Datengröße einer handelsüblichen DVD zu bringen - mehr schafft der Xvid-Codec nicht.
>>> Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum die DVD hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.
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Nur zur Info: HD-Rips von BlueRay und HD-DVDs laufen wunderbar auf der XBOX360 im WMV-Container - in High Definition. Und die werden auch benutzt und getauscht.
Hallo
Früher haben wir selbstgedrehte Videofilme eine Mini DVD gebrannt. Es war eine CD-ROM wo ein DVD Inhalt drauf war. Dies ist ein Standart und viele Player konnten es abspielen.
Heute ist es kein Standart. Aber wer brennt heute noch Rohlinge.
Es liegt alles auf der Festplatte und dank Mediaserver landet alles im Wohnzimmer.
Es ist egal welche Format. Wichtig ist immer die Zwischen Software von PC zum Mediaserver.
blauer72
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