Drahtlose Webcam im Kopf soll fehlendes Auge ersetzen

Gadget Globus: Webcam statt Augapfel

Gadget Globus: Webcam statt Augapfel Als Arnold Schwarzenegger den Roboter in der Trilogie Terminator spielte, waren die atemberaubendsten Szenen diejenigen, in der sein Kopf leicht angeschlagen die rote Pupille seines metallischen Daseins verriet. Immer wieder zeigen Science-Fiction-Filme ähnliche Szenen, nun könnten sie bald zur Wirklichkeit werden.

Die Künstlerin Tanya Vlach aus San-Francisco hat bei einem Autounfall eines ihrer Augen verloren und trägt seitdem eine Prothese aus Acryl. In ihrem Blog hat sie darüber philosophiert, wie interessant es wäre, wenn das fehlende Auge durch eine Webcam ersetzt würde. Sie schrieb und diskutierte mit Freunden, wie schön es doch wäre, wenn diese ihr sozusagen wieder das Sehenswerte aufzeichnen könnte.

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Diskussion nahm Gestalt an

Diese Diskussion verfolgte auch Kevin Kelly, ein bekannter Technik-Blogger und Gründer des Magazins Wired, der diese scheinbar verrückte Idee mit aufgriff und veröffentlichte. In seinem Blog kann man verfolgen, welche Ausmaße die Diskussion angenommen hat. "Dutzende Ingenieure haben diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen und erst jetzt auf seinen Beitrag darüber nachgedacht, diese technische Herausforderung anzunehmen", geht es aus seinem Blog hervor. Mit diesem Wunsch hat Tanya Vlach es sogar bis in die Daily News geschafft, in der sogar schon einige Artikel-Updates zu lesen waren.

Tanya Vlach: Wird sie bald eine Webcam als Auge tragen?

In der Praxis ist eine Webcam als Augapfelersatz nur schwer vorstellbar. Der Experte für mobile Computertechnik, Roy Want, gab in einem Interview gegenüber der Daily News nun bekannt, dass es eigentlich kein Problem sei, eine Kamera in das Gesicht eines Menschen zu pflanzen. "Es ist tatsächlich möglich, eine drahtlose Kamera mit den Abmessungen eines Augapfels zu entwickeln", sagte Want selbstbewusst. Er legte sogar noch eins drauf, indem er dem künstlichen und drahtlosen Augapfel einen Sender spendieren möchte der dann beispielsweise mit einem Mobiltelefon gekoppelt werden könnte. Das weiter unten dargestellte Video zeigt seine Aussagen in der "möglichen" Praxis.

"Das Mobiltelefon soll drahtlos die Kamera an- und ausschalten können, die aufgenommenen Videosequenzen über ein Handy-Netzwerk zu einer anderen Person weiterleiten oder gar direkt in ein TV-Studio senden", so der zukunftsorientierte Experte weiter. Dass es sich dabei nicht um einen Werbegag handelt, zeigt die Reaktion eines bekannten Arztes, der auch die Künstlerin betreut:" Mit einem solchen Eingriff würde ich persönlich denken, dass ich ihr das Augenlicht wiedergegeben habe - nur etwas mehr in Richtung James Bond.

So könnte ein Prototyp ausschauen

Der potentielle Neu-Cyborg Vlach hält die Begeisterung keineswegs zurück. "Die erstaunlichen Möglichkeiten reichen von einfachen Aufnahmen bis hin zur kompletten Archivierung eines Menschenlebens", sagte sie weiter im Interview. Zurzeit gehen ihr viele Ideen durch den Kopf. Aber eines soll das Projekt nicht sein. "Ich möchte keine Spionage betreiben und natürlich nicht die Rechte der Menschen verletzen". Das könnte bei einer laufenden Kamera und Personen, die nicht gefilmt werden wollen, vor allem unwissentlich, ein schwieriges Unterfangen werden.

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