Volle Deckung: Call of Duty - World at War im Test

Auf dem Weg nach Berlin

Auf dem Weg nach Berlin müssen Sie aber nicht nur gegen deutsche Soldaten das Feuer eröffnen. Sie führen den Kampf auch vom Panzer aus und sind auf freiem Feld ein leichtes Ziel. Hier heißt die Devise: nicht stehen bleiben und schneller als die feindlichen Panzer sein. Neben den deutschen Tiger-Panzern können Sie per Flammenwerfer deutsche Stellungen angreifen. Inmitten des Gefechts empfängt Ihr Trupp den Befehl einen Funkturm auszuschalten. Und ab diesem Zeitpunkt dürfte Ihnen die 15-minütige Panzerschlacht wie ein Training vorkommen.

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Die Funkanlage liegt nämlich, bewacht von mehreren Stützpunkten mit Raketenwerfern, im schwer befahrbaren Gehölz. Die versteckten Tiger-Panzer tun ihr Übriges und bringen den Spieler schon mal an den Rand der Verzweiflung. Aber das Stürmen dieser Lager macht wirklich Spaß, wenn man denn in diesem Zusammenhang von Spaß sprechen darf. Doch die Häuser explodieren so detailliert und realistisch, dass man tatsächlich in eine Zerstörungswut fallen könnte. Selbst die Wachtürme, von denen immer wieder geschossen wird, zersplittern nach Abschuss in tausende gut umgesetzte Pixel.

Gaming ohne Langeweile

Das Spiel hat dabei den entscheidenden Vorteil. Die einzelnen Teile sind wie bei den Vorgängern in verschiedenen Episoden aufgeteilt. Erst bekämpfen Sie einige Stellungen in Japan, jagen nach erfolgreichen Missionen in Russland deutsche Offiziere und dessen Untertanen, um dann wieder in Japan Tunnelsysteme einzunehmen oder gegen Kamikaze-Flieger anzugehen. Diese ständigen Wechsel und das "Wie" bringt den Spieler dazu, nicht nur wild herumzuballern. Es ist eine gut gelungene Mischung aus Baller-, Taktik- und Erlebnisspiel.

Call of Duty: Der zweite Eindruck überzeugt

Die Entwickler von trayarch haben dabei ganz bewusst auf die Engine von Call of Duty 4 gesetzt und damit auf Altbewährtes. Selbst die Foren überschütten das Spiel mit unglaublich viel Lob. Und das obwohl das letzte Weltkriegsszenario von ActiVision mehr oder weniger von Kritikern abgeschossen worden ist. Man könnte meinen, dass die Grafik und die Story von Call of Duty - World at War von einem anderen Stern sind. Spannung ist hier absolut garantiert, die knapp 60 Euro sind jeden Cent wert.

World at War: Kein Spiel für Jedermann

Nehmen Sie also allen Mut zusammen und kämpfen Sie entweder alleine oder mit bis zu vier Mitspielern gegen die feindlichen Truppen. Das Spiel reizt die volle Xbox-Auflösung aus, besitzt wie immer einen eigenen Soundtrack und der Online-Multiplayer-Modus heizt bis zu 18 Spielern ordentlich ein. Aber auch wenn das Spiel überzeugen kann, bleibt dessen geschichtlicher Hintergrund als bitterer Nachgeschmack.

Wer den Schrecken der Geschichte nach dem Ausschalten der Konsole nicht mit ins Bett nehmen möchte, sollte sich eher einen Shooter aussuchen, der in einer unglaubwürdigen Fantasiewelt spielt. Denn in diesem kooperativen Spiel wird die Kriegsaction auf atemberaubende Weise zum Leben erweckt. Call Of Duty: World at War erscheint neben PC, Xbox 360 und PlayStation 3 mit veränderten Features auch für Wii, PlayStation 2 und DS. Getestet wurde von netzwelt die Xbox-Version. Schon jetzt ist der nächste Teil in vielen Internet-Foren im Gespräch. Dieser soll laut einigen Einträgen in der Zukunft spielen. Bei ActiVision hält man diesbezüglich die Spannung aufrecht und wollte sich dazu vorerst noch nicht äußern.

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