Packender Ego-Shooter schießt sich von Stalingrad nach Berlin

Volle Deckung: Call of Duty - World at War im Test

Der Zweite Weltkrieg war eine Zeit des Schreckens. Das wissen auch die Macher von ActiVision und zeigen gleich zu Beginn des Spiels einen Warnhinweis, der auf Szenen hinweist, die den Betrachter teilweise schockieren könnten. Der Warnhinweis ist berechtigt. Denn schon das Intro ist vollgepackt mit Originalszenen aus dem Kriegsgeschehen. Russische, amerikanische und japanische Soldaten werden abwechselnd in Kampfeinsätzen gezeigt, zerbombte Häuser und Explosionen folgen.

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Call of Duty: World at War - Der Anfang vom Ende: Krieg an der Pazifikküste
Der Anfang vom Ende: Krieg an der Pazifikküste

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Brutal: Anfangssequenz setzt auf Folter
  2. 2Kein Uncut in Deutschland
  3. 3Auf dem Weg nach Berlin
  4. 4Gaming ohne Langeweile
  5. 5World at War: Kein Spiel für Jedermann

Brutal: Anfangssequenz setzt auf Folter

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Nach einer kurzen Atempause und dem Betätigen des Startknopfes des Xbox-Controllers folgt der nächste große Aufreger - die detaillierte Einleitungssequenz. So spielen Sie in der ersten Spielhälfte den amerikanischen Soldaten Miller und befinden sich, zurückversetzt in das Jahr 1941, im Makin Atoll im Südpazifik. Kniend und geschwächt muss Miller mit ansehen, wie ein japanischer Offizier einem anderen Soldaten eine Zigarette ins Auge drückt und danach befiehlt, alle Gefangenen umzubringen.

Der japanische Soldat zögert keine Sekunde und schneidet dem ersten Soldaten die Kehle durch. "Das Spiel wurde für den deutschen Markt etwas verändert. So sieht man in der US-Version, wie das Blut des getöteten Soldaten an die Wand der Hütte spritzt. Diese Szene wurde somit marginal angepasst, um in Einklang mit dem deutschen Jugendschutz zu stehen.", so Christian Blendl, Sprecher von ActiVision, gegenüber netzwelt. Bevor Sie diesem traurigen Schicksal folgen, werden Sie von einem Spezialtrupp gerettet, bekommen eine Waffe in die Hand gedrückt und sollten spätestens jetzt schleunigst Deckung suchen. Während Sie diese suchen oder sich noch orientieren, folgt auf dem Bildschirm bereits der erste Auftrag, der immer wieder mit Folgeaufträgen modifiziert wird.

Call of Duty 5: Ein erster Eindruck

Ob das Zerstören von Lagern mit Tunnelsystemen oder das Ausschalten von feindlichen Maschinengewehrstellungen - dieser Shooter bietet einfach alles. Sie können dabei auf Ihren Vorgesetzten hören und seine Hinweise annehmen oder auf eigene Faust versuchen den Auftrag zu lösen. Sollten Sie das Spiel aber durchspielen und nicht ständig getötet werden wollen, ist das Annehmen der Ratschläge ratsam. Auf Anordnung markieren Sie für die Luftunterstützung so feindliche Ziele, lassen Panzer per Raketenwerfer in die Luft gehen und greifen Tunnelsysteme sogar mit einem Flammenwerfer an. Sensible Spielernaturen haben spätestens bei diesem Angriff mit dem Flammenwerfer ein dickes Fragezeichen auf der Stirn, da dabei die Opfer vor einem verglühen und nach dem Treffer sogar noch qualmen.

Kein Uncut in Deutschland

Call of Duty - World at War wurde extra für Deutschland angepasst und geschnitten. Das ist dem Spiel aber nicht anzumerken. Lediglich die Hakenkreuze, die beispielsweise in der internationalen Version enthalten sind, wurden nicht übernommen. Einige grafische Darstellungen wurden dazu etwas entschärft, indem man zum Beispiel beim Benutzen des Flammenwerfers darauf verzichtet hat, die Getroffenen minutenlang schreiend und brennend herumlaufen zu lassen. Die im Test wahrgenommenen Darstellungen waren aber dennoch nichts für schwache Nerven und deshalb auch erst ab 18 Jahren freigegeben.

Trotz der brutalen Szenen ist sich ActiVision sicher, dass das Spiel ein Renner wird: "World at War beweist mit seiner einzigartigen Inszenierung und der gnadenlosen Intensität, dass die Serie zu Recht zur absoluten Elite der Action-Spiele zählt", so Blendl. Was er damit meint, wird im zweiten Akt deutlicher. Hier schlüpfen Sie in die Rolle des Soldaten "Dimitrie" und müssen sich durch deutsche Stellungen kämpfen.

Call of Duty 5


Als russischer Scharfschütze kämpfen Sie an der Seite des Sergeant Reznov in Stalingrad, Moskau und Berlin. Reznov ist dabei Ihr persönlicher Schutzengel, der immer wieder Zeit für einen lebensentscheidenden Hinweis zwischen Panzer- und Gewehrgeschossen findet. Im Häuserkampf kommt einem der ständige Kugelhagel und die Enge der Räume schon fast beängstigend vor. Dabei ist das zum Teil nichtlineare Spielfeld eine zusätzliche Belastung. Ständig ist man zwischen den Gefechten am schauen, wo ein feindlicher Heckenschütze auftauchen könnte. Was also in Japan von Palmen geschossen hat, schießt nun von Dächern der gegenüberliegenden Häuser.

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