Australischer ISP will Zwecklosigkeit des Regierungsfilters beweisen
Internet-Provider: "Staatliche Firewalls sind dumm"
Sicherheit
Australien steht kurz vor der Staats-Firewall, bereits im Dezember 2008 soll ein erster Testlauf des Filtersystems starten. Der größte ansässige Internet-Anbieter iiNet hat sich bereit erklärt, den Test mit durchzuführen - allerdings um zu zeigen, wie unsinnig und zwecklos der Plan der Regierung ist.
Inhalt
- Staatlich kontrolliertes Internet
- Filter mit deutlichen Nachteilen
- Provider will Regierung wachrütteln
- Australiens Hang zur Zensur
Staatlich kontrolliertes Internet
Was sich aktuell in Australien abspielt, dürfte auch hierzulande zu Besorgnis führen. Eine staatlich kontrollierte Firewall, die das Internet filtert - nicht in China, sondern in einem demokratischen und westlich geprägten Land. Bestärkt durch den Wahlkampf im Jahr 2007 hat die Labor Party den festen Vorsatz, pünktlich zu Heiligabend einen Testlauf der Internet-Filterung zu starten. Die Regierung erhofft sich davon wertvolle Hinweise auf die Durchführbarkeit eines solchen Projekts.
Eine eigens eingerichtete Behörde namens Australian Communications and Media Authority (ACMA) hat jetzt 1.300 zumeist nicht-australische Websites auf die schwarze Liste gesetzt, weitere 10.000 sollen folgen. Ziel der Blockade: Illegale und schwer jugendgefährdende Inhalte. Kostenpunkt: 128 Millionen Dollar. Jetzt sind Freiwillige offiziell dazu aufgefordert, die Wirksamkeit der Filter zu testen.
Filter mit deutlichen Nachteilen
Um den Plan durchzuführen und den "Wohnungen, Schulen und öffentlichen Plätzen einen von Pornografie und Gewalt befreiten Datenstrom liefern" zu können, wie es die Partei anstrebt, ist die Kooperation mit den australischen Internet-Anbietern zwingend erforderlich. Denn auf Provider-Ebene müssten die von der ACMA verwalteten Filterlisten implementiert werden.
Doch die Provider sind ebenso wie Datenschützer wenig begeistert von der Idee. Sie prognostizieren, dass die Bandbreite um bis zu 80 Prozent einbrechen könnte. Auch die Netzneutralität sehen die Internet-Anbieter (ISPs) in Gefahr: Normalerweise verpflichten sie sich dazu, jede Art von Datenverkehr gleichberechtigt zu behandeln. Mit einer staatlich kontrollierten schwarzen Liste wäre das hinfällig.
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Der_mit_dem_Widerspruch
03.03.09 11:41
nicht der Inhalt der Seite ist gefährlich sondern der Kopf der vor dem Monitor ist, bitte filtert doch diesen weg!!!
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