Aktion "Give One, Get One" der OLPC-Inititave startet am 17. November

100-Dollar Laptop: XO in Deutschland zu kaufen

100-Dollar Laptop: XO in Deutschland zu kaufen Die Initiative One Laptop per Child (OLPC) hat es sich zur Aufgabe gemacht Kinder in armen Ländern mit Laptops für den Schulunterricht auszustatten. Bekannt geworden ist das Notebook namens XO als "100-Dollar-Laptop". Pünktlich zu Weihnachten startet OLPC seine "Give One, Get One"-Kampagne, über die jeder einen XO kaufen kann auch in Europa.

Eigentlich wird der XO, der im Endeffekt fast das doppelte der anvisierten 100 Dollar kostet, nur an Regierungen verkauft, die ihn ihrerseits an Schüler verteilen. Ein Einzelverkauf der Geräte findet normalerweise nicht statt. Bereits vor einem Jahr fand in der Vorweihnachtszeit aber eine "Give One, Get One"-Aktion statt.

Wer einen XO-Laptop spendete, konnte sich als Gegenleistung einen eigenen kaufen. Vor einem Jahr fand die Spendenaktion aber nur in den USA statt. Das ist dieses Jahr anders. Ab dem 17. November 2008 können auch Spender aus Deutschland, den 26 übrigen EU-Staaten, der Schweiz, Russland und der Türkei für etwa 312 Euro zwei XO-Laptops erwerben, von denen einer direkt als Spende weitergegeben wird. Die Kaufabwicklung erfolgt über die britische Seite des Online-Kaufhauses Amazon.

Sponsor spendet für jeden gekauften XO zwei weitere

Der Bankendienstleister SWIFT hat trotz der weltweiten Finanzkrise vor Weihnachten die Spendierhosen an und spendet pro Verkauften XO zwei weitere. Aus "Give One, Get One" wird als "Give Three, Get One".

Werbung

OLPC-Laptop

OLPC XO: Für Spender kosten zwei Geräte 312 Euro.

Die grün-weißen Geräte mit drehbarem Bildschirm werden nicht mit Windows XP, sondern einer Linux-Distribution sowie einer englischen Tastaturbelegung ausgeliefert. Eine deutschsprachige Variante wird es nicht geben. Passende Netzstecker für EU-Länder liegen dem XO bei. Informationen zu Gewährleistung, Support, Ersatzteilen und Reparaturservice sollen in den nächsten Tagen folgen.

Technische Magerkost mit besonderem Charme

Technisch gesehen bietet der XO im Vergleich zu den Netbooks kommerzieller Anbieter Magerkost. Der AMD-Prozessor Geode LX-700 hat nur eine Taktrate von 433 Megahertz. Der Arbeitsspeicher ist mit 256 Megabyte nur ein Viertel so groß wie bei anderen Netbooks und der ein Gigabyte große Flashspeicher schreit geradezu nach einer Ergänzung durch externe Speichermedien.

Dank der eigens geschaffenen Linux-Distribution mit dem Namen Sugar kann man trotzdem gut mit dem XO arbeiten. Sein TFT-Display hat eine Bilddiagonale von 7,5 Zoll und eine Auflösung von 1.200 x 900 Pixeln. Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN, eine Webcam mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln und eine SD-Kartenlesegerät.

Bleibt zu hoffen, dass dem Ideengeber für die inzwischen sehr beliebten und erfolgreichen Netbooks, nicht der Erfolg der kommerziellen Konkurrenz das Spendensammeln erschwert.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Netbook hier.

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Ober der Schrott !!! Nicht kaufen!! Lieber seinen Kind ein normales Netbook kaufen und mit ihm einen teilen!!! Den Lernspiele gibts auch für Windows. Und von der Hardware möchte ich lieber nichts sagen...

Kommentieren