Unterbietet Microsoft die drei Jahre Entwicklungszeit nach Vista?
Windows 7: Veröffentlichung Ende 2009 bestätigt
Trotz der ersten offiziellen Präsentation von Windows 7 und zwei Konferenzen scheut sich Microsoft davor, einen verbindlichen Termin bekannt zu geben. Microsoft Director Doug Howe ließ kürzlich die Bombe platzen: Man plane definitiv eine Veröffentlichung zum Weihnachtsgeschäft 2009.
Während einer Demonstration des Vista Velocity Programs gab Microsofts Doug Howe das bekannt, wovor sich der Konzern seit Monaten drückt: einen Erscheinungstermin für Windows 7. Howe bestätigte die Frage, ob das Vista Velocity Program, eine Idee zur Verbesserung von Performance und Qualität, auch für Windows 7 fortgeführt werde. Und im Nebensatz sagte er gegenüber CNet, man lege den Schwerpunkt für das Weihnachtsgeschäft klar auf Windows 7.
Die bisherigen Aussagen von Microsoft-Größen wie Steve Ballmer, Bill Gates oder Steven Sinofsky ließen eher auf Anfang 2010 schließen. Dies passte auch zu Microsofts offizieller Aussage, für die Entwicklung des Vista-Nachfolgers drei Jahre zu benötigen. Windows Vista konnte ab Januar 2007 vom Endkunden gekauft werden, insoweit wäre Anfang 2010 als Termin untermauert.
Windows 7 M3: Optik und Bedienung
Startmenü und Taskleiste besitzen veränderte Farbverläufe. Die komplett neue Taskleiste ist in dieser Vorabversion von Windows 7 allerdings noch nicht enthalten.
Wenn Sie nach einem Begriff oder Programm suchen, vergrößert sich der Textbereich des Startmenüs.
Die kleinen Hilfsprogramme namens Widgets können Sie jetzt ganz ohne seitliche Bedienleiste frei auf dem Desktop platzieren.
In Windows 7 haben Sie die Möglichkeit, die Farbe des Glasrahmens sowie der Hintergrundbilder aufeinander abzustimmen.
FÜr wichtige Verzeichnisse wie Downloads oder Bilder richtet Windows 7 standardmäßig so genannte Libraries ein. In denen können Sie Dateien von verschiedenen Orten verwalten.
Bereits in der M3 von Windows 7 ist der Media Player in Version 12 mit von der Partie.
Der Windows Media Player 12 unterscheidet start zwichen der Medien-Bibliothek und dem abgespeckten Abspielmodus.
Microsoft hat in Windows 7 dafür gesorgt, dass Programme sich nicht selbstständig in den System Tray am unteren rechten Bildschirmrand schreiben dürfen. Das erledigen Sie selbst über ein Aufklappmenü.
Die Veröffentlichung erst 2010 erscheint allerdings nicht nur wegen der Aussage von Doug Howe als unwahrscheinlich. Große Hardware-Hersteller wie Asus planen fest damit, bereits im zweiten Quartal 2009 Notebooks mit Windows 7 auszuliefern. Rückendeckung erhielt diese Meldung im Oktober von einem Veranstalter-Hinweis, dass die diesjährige Hardware Engineering Conference (WinHEC) die letzte Möglichkeit sei, Windows 7 vor der Fertigstellung zu sehen. "Vor der Veröffentlichung von Windows 7 ist keine weitere WinHEC geplant", hieß es dort.
Windows 7 M3: Sicherheit und System
Neue Kategorien, leicht veränderte Optik: Die Systemsteuerung wird unter Windows 7 übersichtlicher.
Neu in Windows 7 - Wichtige Statusmeldungen zur Sicherheit Ihres Systems bekommen Sie über ein Symbol auf der Taskleiste angezeigt.
Im Solution Center fasst Microsoft die Sicherheitsfunktionen von Virenschutz und Firewall mit Hilfsdiensten zusammen.
Verbindet sich ein Computer, auf dem Windows 7 installiert ist, mit einem Netzwerk, wird er auf Wunsch der HomeGroup hinzugefügt. So ist es ein Leichtes, Daten auszutauschen und verschiedene Profile zu verwenden.
Sobald Sie Mitglied einer solchen HomeGroup sind, können Sie über den Windows Explorer die Daten durchsuchen - vorausgesetzt, Sie kennen das Passwort.
Zwar hat Microsoft auf der Professional Developers Conference demonstriert, dass Windows 7 auch auf einem vergleichsweise leistungsarmen Netbook läuft. Im netzwelt-Test konnte die Vorabversion M3 beim Ressourcenverbrauch aber nicht überzeugen.
In Windows 7 haben Sie die Möglichkeit, die Benutzerkontensteuerung in vier Stufen einzustellen. Auf diese Weise werden Sie nicht mehr mit unnötigen Warnmeldungen überfrachtet, sondern erhalten nur noch wichtige Informationen.
Verständlich, dass sich Microsoft vor einem offiziellen Termin scheut, auf den der Konzern dann von Hard- und Software-Herstellern sowie von den Käufern festgenagelt werden könnte. Bei Windows Vista trat genau dieser Fall ein, Microsoft musste die Veröffentlichung gegen Proteste nach hinten verschieben. Wenn der Konzern das Erscheinungsdatum von Windows 7 jetzt stillschweigend nach vorne korrigiert, dann nicht zuletzt, um wieder Vertrauen zu gewinnen.

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