Serien direkt aus Halo, Gears of War und Second Life
Kurzfilm: Machinima - Filme aus Computerspielen
Von Halo über World of Warcraft bis zu Gears of War: Wenn die Charaktere aus diesen Spielen plötzlich über ihr Dasein philosophieren oder ein Lied über Internet-Pornographie singen, kann es sich nur um "Machinima" handeln - 3D-Animationsfilme, die mit Hilfe von Computerspielen entstehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Machinima: Kurzfilme aus Spiel-Szenen
- 2Erfolgreiche Serien: Red vs. Blue und Molotov Alva
- 3Porno-Lied und South Park
Machinima: Kurzfilme aus Spiel-Szenen
"Machine", "Cinema" und "Animation": Diese drei Begriffe wurden zum Kunstwort Machinima vereint. In den Neunzigern ermöglichten Spiele wie Doom und Quake erstmals, dass die Spieler ihre Spielzüge aufnehmen konnten, um sie sich später anzusehen. Als einer der ersten Machinima gilt "Diary of a Camper", den im Jahr 1996 eine Gruppe Spieler mit dem Ego-Shooter Quake realisierten. In der kurzen Sequenz stehen sich Mitglieder eines Trupps in einem Kampf gegenüber - gesprochene Dialoge, wie bei moderneren Machinima, gab es nicht, lediglich Texteinblendungen.
Erfolgreiche Serien: Red vs. Blue und Molotov Alva
Mittlerweile gibt es zahlreiche Machinima-Serien, beispielsweise "Red vs. Blue", deren neunzehn Episoden auf dem Spiel Halo basieren. Ein großes Archiv an Machinima findet sich auf der Internetseite Machinima.com. Hier sind die Videos übersichtlich nach Spielen einsortiert und können von den Zuschauern bewertet werden. Den Link zu Machinima.com und zu anderen Machinima-Serien finden Sie am Ende des Artikels in den Links zum Artikel.
Eine ebenfalls erfolgreiche Serie nutzt die virtuelle Umgebung von Second Life: "Molotov Alva" erzählt in einer Art Dokumentation, wie der gleichmanige Charakter von seinem realen Leben Abschied nimmt und sich in insgesamt zehn Epsioden eine neue Existenz in der virtuellen Welt von Second Life aufbaut. Die Serie wurde nicht nur im Internet veröffentlicht, sondern lief zudem im amerikanischen Fernsehen.
Porno-Lied und South Park
Ein Video, das auf YouTube seine Kreise zog, ist "The Internet is for Porn" - ein Zusammenschnitt von Szenen aus dem Mulitplayer-Online-Rollenspiel World of Warcraft, untermalt mit einem Musical-Song. In diesem geht es darum, dass das Internet eigentlich nur zur Verbreitung von Pornos dient. Auch die amerikanische Serie South Park bediente sich bei World of Warcraft für die Folge "Make Love, Not Warcraft", in der die South-Park-Figuren Jagd auf einen Spieler machen, der reihenweise andere Charaktere tötet.
Links zum Thema
- Red vs. Blue - Halo-Serie bei Rooster Teeth
- Molotov Alva - Second-Life-Serie
- World of Warcraft bei South Park
- Machinima Filmfest
- Machinima.com
- Weitere Kurzfilme auf netzwelt
