Zukünftiger US-Präsident taucht bei 60 Prozent der E-Mails auf

Obama-Spam: Datenmüll und Trojaner im Postfach

Obama-Spam: Datenmüll und Trojaner im Postfach Barack Obama hat die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen. Doch auch beim Spam-Versand liegt er weit vorn: Laut der Sicherheitsfirma Sophos nahmen mehr als 60 Prozent der gestrigen Spam-Mails Bezug auf Obama und verlinkten auf angebliche Videos - Trojaner inklusive.

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Bei fast zwei Dritteln aller gestern abgefangenen und analysierten Spam-Mails konnte Sophos einen unmittelbaren Bezug zu Obama feststellen. In den meisten Fällen sei ein Link eingebettet, der zu einem angeblichen Video führe. Wer in die Falle tappt, landet auf einer manipulierten Website. Dort wird er dazu aufgefordert, ein für das Abspielen notwendiges Programm herunterzuladen, etwa adobe_flash9.exe.

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Darin befindet sich ein Trojaner, den Sophos unter der Bezeichnung Trojan Mal/Behav-027 und Sicherheitsanbieter F-Secure als W32/Papras.CL in den Datenbanken hat. Ein anderes laut Websense häufig auftretendes Lockangebot ist ein angebliches Exklusiv-Interview, für dessen Abspielen ebenfalls ein Programm namens BarackObama.exe nötig sein soll. Auch darin verbirgt sich ein Trojaner-Paket, das nach Angaben von Websense Web Security weitere Schädlinge und Phishing-Software herunterlädt.

Obama Spam
Spam-Versender locken mit angeblichen Obama-Videos.(Quelle: Sophos.com, Klick vergrößert.)

VIPs als Virenschleudern

Diese Masche der Virenschreiber ist keinesfalls neu: Stets verwenden sie aktuelle Anlässe oder prominente Personen als Möglichkeit, das Interesse an den Spam-Mails zu erhöhen. Auch wenn die Tricks auf den ersten Blick plump und leicht zu durchschauen wirken: In vielen Fällen siegt die Neugier der Nutzer vor der Sicherheit. Daher ist in Zeiten von Großereignissen wie der Präsidentenwahl in den USA besondere Vorsicht beim Öffnen von E-Mails geboten.

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