Moderner Keuschheitsgürtel für Überwachungs-Fans
Gadget Globus: Spitzenwäsche mit GPS-Empfänger
Eine brasilianische Designerin sorgt mit ihrer neuen Unterwäsche-Linie für Aufsehen: In den Stoff ist ein GPS-Empfänger eingenäht, über den die Trägerin geortet werden kann - zum Beispiel vom eifersüchtigen Freund. Feministinnen zeigen sich empört über den Keuschheitsgürtel des 20. Jahrhunderts.
Inhaltsverzeichnis
- 1Fremdkörper: Massiver GPS-Klotz in Spitzenunterwäsche
- 2Vorwurf: BH als Überwachungs-Werkzeug
- 3Designer-Wäsche zum Wucherpreis
Fremdkörper: Massiver GPS-Klotz in Spitzenunterwäsche
Weißer Stoff und rote Blumenstickerei: Eigentlich sieht die Unterwäsche der Designerin Lucia Lorio ganz ansprechend aus - wäre da nicht dieser schwarze Klotz im durchsichtigen Stoff. Statt den GPS-Empfänger unsichtbar einzunähen, hängt er wie ein Fremdkörper im feinen Tuch. Von Tragekomfort kann da sicherlich keine Rede sein.
Unschöner Klotz: Der GPS-Empfänger wurde sichtbar eingenäht.
Vorwurf: BH als Überwachungs-Werkzeug
Viel mehr Empörung als die Optik löst allerdings die Tatsache aus, dass sich Frauen damit selbst den Keuschheitsgürtel anlegen. Der Mann übernimmt dank Satellitensignal die Überwachung der Frau - das zumindest befürchten Feministen-Gruppen. Das Szenario: Ein eifersüchtiger Mann schenkt seiner Freundin die GPS-Wäsche, um sie ständig unter Beobachtung zu haben. Doch zumindest dürfte nicht die Gefahr bestehen, dass die Trägerin nichts von dem GPS-Empfänger merkt.
Lorio sieht die Vorwürfe gelassen: Die Trägerin könne jederzeit das GPS-Modul aussschalten und damit selbst entscheiden, wer sie wann orten könne. Die Designerin sieht sogar einen Sicherheitsvorteil für die Trägerin. Schließlich sei ihr Heimtland Brasilien für Frauen mitunter gefährlich und die Käuferin der GPS-Unterwäsche könnten sich dadurch sicherer fühlen, dass ihr Freund wisse, wo sie sich aufhalte.
Designer-Wäsche zum Wucherpreis
Die vermeintliche Sicherheit hat allerdings ihren Preis: 800 bis 1.000 US-Dollar kostet das Unterwäsche-Set, das sind umgerechnet 500 bis 635 Euro. In Deutschland gibt es die Überwachungs-Wäsche bisher nicht, lediglich in Brasilien über die Marke "Linde Lucy". Den Link zur Seite der Wäschemarke finden Sie in der Box mit den Links zum Artikel

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