Spiegelstein: Das neue Apple MacBook im Test
Überstrahlt: Extrem spiegelndes Display
Das 13,3 Zoll große, extrem verspiegelte Display des MacBooks ist ein zweischneidiges Schwert. Unter optimalen Bedingungen, in nahezu komplett abgedunkelten Räumen ohne direkten Lichteinfall, überzeugt es mit brillanten Farben, begeisternden Kontrastwerten und gleichmäßiger Ausleuchtung. Zudem sorgt die LED-Hintergrundbeleuchtung für einen akzeptablen Stromverbrauch auch mit der höchst möglichen Leuchtkraft.
Im Freien oder mit einem Fenster im Rücken wird der Segen schnell zum Fluch. Der spiegelnde Bildschirm verhindert bei ungünstigem Lichteinfall das Arbeiten komplett. Nun ist die Wahl zwischen einem matten und einem spiegelnden Display seit geraumer Zeit fast schon so eine Glaubensfrage, wie die des "richtigen" Betriebssystems.
Zur falschen Zeit am falschen Ort: MacBook-Nutzer müssen sich wegen dem extrem spiegelnden Display häufig nach dem Stand der Sonne richten.
Ärgerlich ist nur, dass Apple dem Käufer nicht die Wahl zwischen den beiden Display-Modellen lässt. Ein MacBook und ein MacBook Pro gibt es nur mit Spiegel-Display, basta. Die auf der Keynote genannte Begründung, Notebook-Nutzer könnten dank ihrer Mobilität ja stets den Platz wechseln, wenn das Licht ungünstig scheint, klingt zu Recht in manchen Ohren nach purem Hohn. Auch der Blickwinkel auf das MacBook-Display könnte größer ausfallen.
Kleiner Schub: Moderater Leistungszuwachs
Einen direkt spürbaren Leistungsschub gegenüber dem Vorgängermodell dürfen Käufer des neuen MacBooks nicht erwarten. Dieser war auch nicht notwendig, denn für die meisten Alltagsaufgaben wie Surfen, Schreibarbeit und ein wenig Unterhaltung reicht heute schon die Leistung von Netbooks aus. Der Intel Core 2 Duo Prozessor ist im Falle des MacBooks wahlweise mit einer Taktfrequenz von 2,0 oder 2,4 Gigahertz zu haben. In beiden Varianten ist eine Geforce 9400M GT von Nvidia für die Grafik verantwortlich.
Trotz der verbesserten Grafikleistung, im OpenGL-Standard-Test unter Cinebench erreicht das neue MacBook mit 4.331 Punkten fast das Vierfache des Vorgängerwertes, ist auch das Alu-Macbook kein geeignetes Zockwerk für ambitionierte Spieler. Für die allerneuesten Spieletitel ist es immer noch zu schwach auf der Brust. Dennoch war es im Test problemlos möglich, "World of Warcraft" unter den bestmöglichen Einstellungen nahezu ruckelfrei zu spielen.
Obwohl im neuen MacBook im Vergleich zum Vorgängermodell ein schwächerer Akku verbaut wurde, hält es genauso lange durch. Bei mittlerer Display-Helligkeit reicht der Saft für etwas mehr als vier Stunden, bevor die LED-Beleuchtung ausgeht. Vor allem letztere sowie sparsamere Prozessoren tragen zu diesem akzeptablen Wert bei. Wobei es netzwelt nicht möglich war, die vom Hersteller angepriesenen fünf Stunden Akkulaufzeit zu erreichen.
Anschlüsse: Hire and Firewire
Sämtliche Anschlüsse hat Apple auf der linken Notebook-Seite untergebracht. Durchdacht, denn so lässt sich der Kabelsalat auf dem Schreibtisch ein wenig besser kontrollieren. Neben zwei USB-Ports, Stromanschluss und Ethernet finden sich hier noch Audio- und Mikrofon-Anschluss.
Der einst von Apple so geschätzte Firewire-Anschluss fiel beim neuen MacBook dem Gehäuse-Design zum Opfer, was für Unmut unter den Fans der Marke gesorgt hat. Vor allem Camcorder oder externe Festplatten setzen häufig auf den schnellen Datentransfer des Firewire-Anschlusses und müssen nun über Umwegen mit dem MacBook in Kontakt treten.
Vergleich: MacBook 2008 vs. Vorgänger
Der größte Unterschied zum Vorgänger ist das Aluminium-Gehäuse des neuen MacBooks.
Die Abmessungen sind mit 2,41 x 32,5 22,7 Zentimetern nun ein wenig kompakter.
Vor allem das extrem spiegelnde Display des neuen MacBooks ist ein echtes Ärgerniss.
Dennoch - im Vergleich zum Vorgänger ist das neue MacBook nun deutlich vielseitiger einsetzbar.
Mindestens genau so ärgerlich ist der "Displayport" zum Anschluss externer Monitore. Apple selbst bietet bislang gerade einmal einen Monitor an, der sich direkt und ohne aufpreispflichtigen Adapter ans neue MacBook und MacBook Pro anschließen lässt. Alle anderen Bildschirme benötigen einen Spezialadapter - zu haben im Apple Store zum Preis von 29 und 99 Euro, je nach Ausführung.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
Der Apfel leuchtet bei jeder "Verion" [sic!]. Der Autor wollte woll sagen, dass nur die Tastatur des 2,4 GHz Modells leuchtet
Also ich arbeite jetzt seit einer Woche mit dem MacBook und bin sehr, sehr glücklich damit. Das ich das als alter Windows-Nutzer mal sagen würde ;-) Kaufgrund war zunächst das Unibody-Gehäuse aus Aluminium. Aber...
Yippie, ich habs mir grad hier bestellt für 1150 , müsste am Montag da sein! :cool: Gibt es schon erste Meinungen? Suzanne