Details zu Optik, Systemkern und Funktionen
Windows 7: Was neu wird und was typisch Vista bleibt
Am morgigen Dienstag stellt Microsoft zum ersten Mal den Vista-Nachfolger Windows 7 der Öffentlichkeit vor. Doch schon jetzt sind bereits Details zum neuen Betriebssystem bekannt. Die gute Nachricht: Microsoft bessert nach. Die schlechte Nachricht: Im Herzen von Windows 7 schlägt weiterhin Vista.
Inhaltsverzeichnis
- 1Bekanntes: Wo steckt die Evolution?
- 2Neues: Wo steckt die Revolution?
- 3Noch im Reich der Spekulationen
Bekanntes: Wo steckt die Evolution?
Microsofts CEO Steve Ballmer bezeichnete Windows 7 kürzlich auf einer Konferenz als "Vista, nur viel besser". Anfängliche Gerüchte, nach denen der Konzern ein komplett neuartiges Betriebssystem von Grund auf aus dem Boden stampft, haben sich somit zerschlagen. Man setzt auf Bewährtes und damit in großen Teilen auf Windows Vista.
Was bislang von den Vorabversionen zu Windows 7, so genannten Milestones, zu sehen war, lässt eher auf Detailverbesserungen der Optik schließen. Hier mehr Transparenz, dort ein anderer Blauton - am grafischen Konzept von Windows Vista scheint Microsoft nicht rütteln zu wollen. Der Konzern könnte hier aber noch für Überraschungen sorgen, denn die grafische Benutzeroberfläche wird erfahrungsgemäß sehr spät im Entwicklungsprozess integriert.
Windows 7: Neue Screenshots von der M3
Aufgeräumter und mit verändertem Farbverlauf kommt das Startmenü des Vista-Nachfolgers daher.
Im runderneuerten Systemsteuerungs-Menü Personalization können sie Hintergrundbild, Farbe des Fensterrands und Sounds angeben.
Die Einstellungen für Bildschirmauflösung und Format hat Microsoft aktualisiert.
Was unter Vista noch "Meine Dokumente" hieß, hat bei Windows 7 den Namen Libraries verpasst bekommen.
Für bestimmte Dienste wie Uhrzeit oder Netzwerkverbindungen können Sie einstellen, ob für sie ein Symbol unten rechts im System Tray angezeigt wird.
Sicherheits-Center und Windows Update werden offenbar in einem Menü unter dem Namen Solution Center zusammengeführt.
Windows 7 kümmert sich auf Wunsch um die Aktualisierung von installierten Spielen.
Noch bietet die M3 von Windows 7 die gleichen Desktop-Elemente wie Vista.
Der Calculator bekommt im Vista-Nachfolger eine neue Optik und lernt fortgeschrittene Funktionen.
Der Windows Media Player erscheint schlanker und abgespeckter als noch bei Windows Vista.
Im Windows-eigenen Malprogramm Paint hält die Ribbon-Oberfläche Einzug, mit der die Funktionen und Werkzeuge schneller aufgerufen werden können.
Auch beim Texteditor Wordpad wurde die aus Office 2007 bekannte Ribbon-Menüführung integriert.
Für großes Interesse sorgte Anfang des Jahres ein Vortrag des Microsoft-Entwicklers Eric Traut, der einen extrem komprimierten Systemkern namens MinWin präsentierte. Die Hoffnung, dieser sei für Windows 7 geplant, trügte allerdings: Laut Microsoft wird der Programmkern von Vista weiterhin verwendet und lediglich an die neuen Anforderungen angepasst.
Negative Kritik erntete Microsoft wegen Vistas übereifrigem Sicherheitskonzept durch die Benutzerkontensteuerung UAC und die Fehlfunktionen mancher Gerätetreiber. Der Grund war laut Ballmer, dass bei der Entwicklung von Windows Vista der Fokus klar auf Sicherheit gelegt worden war - auf Kosten der Kompatibilität, wie er zugab. Windows 7 lockert das starre Konzept der UAC auf: Nach Informationen des offiziellen Entwickler-Blogs sollen Nutzer deutlich seltener auf Warndialoge stoßen und selber konfigurieren können, wann die UAC eingreift.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag
Das kein komplett neu geschriebenes Windows herauskommt, war aufgrund des sehr eng gesteckten Zeitrahmens ja klar. Das einige Teile von Vista "recycled" werden auch. Das aber der entschlackte neue Kern nicht dran...