Details zu Optik, Systemkern und Funktionen
Windows 7: Was neu wird und was typisch Vista bleibt
Software
Am morgigen Dienstag stellt Microsoft zum ersten Mal den Vista-Nachfolger Windows 7 der Öffentlichkeit vor. Doch schon jetzt sind bereits Details zum neuen Betriebssystem bekannt. Die gute Nachricht: Microsoft bessert nach. Die schlechte Nachricht: Im Herzen von Windows 7 schlägt weiterhin Vista.
Bekanntes: Wo steckt die Evolution?
Microsofts CEO Steve Ballmer bezeichnete Windows 7 kürzlich auf einer Konferenz als "Vista, nur viel besser". Anfängliche Gerüchte, nach denen der Konzern ein komplett neuartiges Betriebssystem von Grund auf aus dem Boden stampft, haben sich somit zerschlagen. Man setzt auf Bewährtes und damit in großen Teilen auf Windows Vista.
Was bislang von den Vorabversionen zu Windows 7, so genannten Milestones, zu sehen war, lässt eher auf Detailverbesserungen der Optik schließen. Hier mehr Transparenz, dort ein anderer Blauton - am grafischen Konzept von Windows Vista scheint Microsoft nicht rütteln zu wollen. Der Konzern könnte hier aber noch für Überraschungen sorgen, denn die grafische Benutzeroberfläche wird erfahrungsgemäß sehr spät im Entwicklungsprozess integriert.
Windows 7: Neue Screenshots von der M3
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Für großes Interesse sorgte Anfang des Jahres ein Vortrag des Microsoft-Entwicklers Eric Traut, der einen extrem komprimierten Systemkern namens MinWin präsentierte. Die Hoffnung, dieser sei für Windows 7 geplant, trügte allerdings: Laut Microsoft wird der Programmkern von Vista weiterhin verwendet und lediglich an die neuen Anforderungen angepasst.
Negative Kritik erntete Microsoft wegen Vistas übereifrigem Sicherheitskonzept durch die Benutzerkontensteuerung UAC und die Fehlfunktionen mancher Gerätetreiber. Der Grund war laut Ballmer, dass bei der Entwicklung von Windows Vista der Fokus klar auf Sicherheit gelegt worden war - auf Kosten der Kompatibilität, wie er zugab. Windows 7 lockert das starre Konzept der UAC auf: Nach Informationen des offiziellen Entwickler-Blogs sollen Nutzer deutlich seltener auf Warndialoge stoßen und selber konfigurieren können, wann die UAC eingreift.
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Das kein komplett neu geschriebenes Windows herauskommt, war aufgrund des sehr eng gesteckten Zeitrahmens ja klar. Das einige Teile von Vista "recycled" werden auch. Das aber der entschlackte neue Kern nicht dran kommt, bestätigt die Kritiker= Zwar nimmt Vista nicht die Rolle von ME ein, damit aber -sofern Windows 7 spätestens im Januar 2010 für die Privatkunden erscheint (falls die es wie bei Vista machen)- die Rolle von Windows 98(se). Betrachtet man noch die Zeitabstände zwischen 98/ME sowie Vista/7, erscheint der Vergleich doch berechtigt.
Die nächste Revolution von Windows kommt eh erst 2019. Warum? Weil ein gewisser Steve Ballmer in seiner Keynote während der Vista-Releaseparty in NYC damals erzählte, das bisher alle 12 Jahre Windows revolutioniert wurde: 1983 - 1995 - 2007.
Das dem neuen Windows einige Teile fehlen werden, ist bisher nur Augenwischerei und der verstekte Versuch, Kritiker zu beruhigen. Denn es müßte noch weit mehr abgeworfen werden. Ich kenne Windows seit 3.1/3.11, richtig intensiv seit 98. Bis zum heutigen Vista ist es einfach zu fett geworden. Wenigstens ist man bei der Installationsmethode von Vista den richtigen Schritt gegangen. Hatte schon damals bei der RC2 zuerst mehr als eine Stunde eingeplant, nachdem ich wußte, wieviel es hinterher auf der Platte belegt.:eek:
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