Gamer-Träume: Microsoft Sidewinder X5 und X6 im Test
Ergonomie: Einmal anders
Die Gaming-Maus Sidewinder X5 hat insgesamt neun Tasten, wovon jedoch nur fünf frei belegbar sind - darunter befinden sich auch die beiden Hauptasten. Die beiden runden Daumendrücker sind leicht erreichbar und auch der Druckpunkt des Mausrads ist gut, wenngleich jeder Druck mit einem lauten Geräusch quittiert wird. Der Treiber kann über eine auf dem höchsten Punkt platzierte Taste in der Mitte der Maus aufgerufen werden. Um diesen zu erreichen, muss die Hand von der Maus genommen werden - dies stellt aber kein Problem dar, denn so ist ein versehentliches Drücken ausgeschlossen. Das Mausard ist gut gerastert, bei schnellem Scrollen allerdings gut hörbar. Um die DPI-Einstellungen schnellst möglich wechseln zu können sind drei kleine Tasten oberhalb des Mausrades vorhanden.
In Sachen Ergonomie haben sowohl die Tastatur als auch die Maus Nachholbedarf. Die Sidewinder X6 lässt sich nicht in der Höhe verstellen. Dies ist vor allem für Menschen ungewohnt, die ihre Tastatur immer leicht schräg stellen - auch ist es mit einer längeren Einübungsphase verbunden. Die Handballenauflage ist angenehm, jedoch nicht abnehmbar. Highlight ist der auf beiden Seiten ansteckbare Ziffernblock, welcher mittels eines ausgeklügelten Magnetsystems an die Tastatur andockt. Ein eigenes Kabel für eine individuellere Positionierung ist aber nicht vorgesehen. Die F-Tasten sind in ihrer Höhe um etwa zwei Drittel gekürzt.
Microsoft Sidewinder X6
Links unten befindet sich die Taste um zwischen den Makrotasten S1 bis S6 oder S7 bis S12 zu wählen.
Die beiden großen Drehregler bestimmen maßgeblich das Bild der Tastatur.
Treiber aufrufen, Tasten dauerhaft anwählen und Makros anlegen, all das erledigen diese Tasten.
Der Ziffernblock muss an die Tastatur angeschlossen werden, denn er verfügt über kein eigenes USB-Kabel.
Die Mängel bei der Maus sind gravierender. Für den Daumen wird es mit fortlaufender Nutzung sehr anstrengend. Die Mulde für diesen ist nämlich nur angedeutet und bietet so gut wie keine Entlastung. Die Ablage für den Ringfinger ist sehr steil abfallend, zu kurz und die Position für die Durchschnittshand insgesamt zu tief geraten. Zudem spreizt sie den Ringfinger unnötig weit vom Mittelfinger weg. Insgesamt liegt die Maus trotz dieser Mängel gut in der Hand.
Verarbeitung: Viel schwarzes Plastik
Die Verarbeitung beider Produkte ist gut, wenngleich fast nur schwarzes Plastik zum Einsatz kommt. Die Handballenauflage der Tastatur und die Ränder bestehen aus leicht angerautem Plastik. Der Mittelteil rund um das Tastenfeld hingegen ist glatt wie ein Spiegel. Die Maus ist an den Seiten gummiert und in der Mitte ebenfalls aus rauerem Plastik.
Microsoft Sidewinder X5
Die Daumentasten sind gut zu erreichen, wenngleich sie nicht wie üblich an der oberen Kante angebracht sind.
Am Höcker befindet sich eine weitere Zusatztaste mit der man direkt den Treiber aufrufen kann.

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