Smartphone mit Windows Mobile und Panel-Oberfläche

Im Test: Xperia X1 von Sony Ericsson

Mit dem Xperia X1 bringt Sony Ericsson sein erstes Smartphone mit dem Betriebssystem Windows Mobile auf den Markt. Das versteckt der Hersteller allerdings unter einer eigenen Oberfläche, die einen schnellen Zugriff auf Funktionen wie Kamera, MP3-Player oder Internet ermöglichen soll.

Silberne Schaukel - Der Slider ist leicht gebogen.
Der Slider ist leicht gebogen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Optik: Hochwertige Materialien und gute Verarbeitung
  2. 2Besonderheit: Interaktive Panels
  3. 3Ausstattung: Kombination aus Business und Unterhaltung
  4. 4Kamera und MP3-Player nur Mittelmaß
  5. 5Dank GPS-Empfänger mobiles Navigationsgerät
  6. 6Panels erhöhen die Bedienbarkeit von Windows Mobile
  7. 7Fazit: Xperia X1 bietet ein stimmiges Gesamtpaket

Optik: Hochwertige Materialien und gute Verarbeitung

An der Optik des Xperia X1 gibt es wenig auszusetzen: Mit dem leicht gebogenen Slider, dem großen Drei-Zoll-Display und viel Metall liegt Sony Ericsson genau richtig. Die Verarbeitung des X1 überzeugt, lediglich die aus Kunststoff gefertigten Tasten unterhalb des Displays könnten hochwertiger sein. Ein kleiner Wermutstropfen: Das Smartphone bringt stolze 158 Gramm auf die Waage.

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sony ericsson xperia x1

Das Smartphone bietet neben dem Touchscreen und einem optischen Joystick eine vollständige Tastatur.

In Sachen Navigation entscheidet sich Sony Ericsson nicht für ein zentrales Bedienelement, sondern überlässt dem Nutzer die Qual der Wahl. Das X1 lässt sich teils mit dem Finger auf dem Touchscreen, mit dem Stylus auf dem Touchscreen, über die Vier-Wege-Navigationstaste und über den optischen Joystick bedienen. Zum Eingeben von Texten dient sowohl eine virtuelle als auch die vollwertige Qwertz-Tastatur, die beim Aufschieben des Sliders sichtbar wird.

Die Tastatur weist ordentliche Druckpunkte auf und die einzelnen Tasten sind auch mit großen Fingern noch gut zu bedienen. Der optische Joystick kann in den Menüs zwar zum Scrollen benutzt werden, das Blättern mit dem Finger oder dem Stylus geht jedoch leichter von der Hand. Daher erweist sich sein Gebrauch nur im Browser zum Steuern des Mauszeigers als sinnvoll.

Besonderheit: Interaktive Panels

Zur Bedienung mit den Fingern eignen sich vor allem die sieben unterschiedlichen Panels, die Sony Ericsson vorinstalliert. Dabei handelt es sich um eine Art verschiedener Desktops, auf denen Verknüpfungen und Anwendungen liegen - ein Panel zum Beispiel für die Wiedergabe von Fotos und Musik, ein anderes für Google-Dienste wie Maps und Mail und eines mit Terminen und RSS-Feeds. In den Tiefen der Menüs muss dagegen der Stylus gezückt werden, da die Schaltflächen zu klein sind.

Sony Ericsson Xperia X1

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Silberne Schaukel - Der Slider ist leicht gebogen.
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Der Slider ist leicht gebogen.

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Schwergewicht - Stolze 159 Gramm birngt das Xperia X1 auf die Waage. Dafür bietet es eine vollständige Tastatur aus Metall.
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Stolze 159 Gramm birngt das Xperia X1 auf die Waage. Dafür bietet es eine vollständige Tastatur aus Metall.

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Stift benötigt - Das X1 lässt sich nicht durchgängig mit dem Finger bedienen, dafür sind die Felder der Windows-Mobile-Oberfläche zu klein.
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Das X1 lässt sich nicht durchgängig mit dem Finger bedienen, dafür sind die Felder der Windows-Mobile-Oberfläche zu klein.

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Handarbeit - Neben der echten und der virtuellen Tastatur bietet das X1 auch die Möglichkeit handschriftlich Notizen zu schreiben.
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Neben der echten und der virtuellen Tastatur bietet das X1 auch die Möglichkeit handschriftlich Notizen zu schreiben.

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Löblich - Sony Ericsson verbaut einen herkömmlichen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss.
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Sony Ericsson verbaut einen herkömmlichen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss.



Freud und Leid: X1 läuft unter Windows Mobile

Dass Sony Ericsson beim Xperia X1 auf Windows Mobile setzt, bringt gleichermaßen Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählen die Funktionen: Das X1 bietet Office-Anwendungen wie Word, Excel und Powerpoint, Kontakte lassen sich mit Outlook auf dem PC abgleichen und das Smartphone eignet sich insgesamt durch Windows Mobile gut für Business-Anwender.

Zu den Nachteilen zählt die Betriebsgeschwindigkeit: Beim Xperia X1 fällt wie bei anderen Windows-Mobile-Geräten eine leichte Verzögerung auf, wenn das Smartphone Anwendungen startet oder schließt. Das stört vor allem beim Aufrufen der Panels, die teilweise kurzzeitig einfrieren. Der Touchscreen reagiert dafür insgesamt recht schnell und zuverlässig, sodass die kleinen Wartezeiten zu verschmerzen sind.

Ausstattung: Kombination aus Business und Unterhaltung

Zur Ausstattung des Sony-Ericsson-Smartphones zählen eine 3,2-Megapixel-Kamera, MP3- und Video-Player, Radio und GPS-Empfänger für mobile Navigation. Zur schnellen Datenübertragung stehen beim X1 UMTS mit HSDPA sowie WLAN zur Verfügung. Beim Browser können Nutzer zwischen dem Internet Explorer und dem komfortableren Opera wählen. Zu den Organizer-Funktionen des Sony-Ericsson-Smartphones zählen Terminkalender, Aufgabenliste, Notizen samt Handschrifterkennung, Wecker und Rechner. Sowohl Terminkalender als auch das Telefonbuch bieten ausreichend Platz für Einträge und präsentieren sie übersichtlich.

sony ericsson xperia x1

Sieben verschiedene Panels sind vorinstalliert.

Kamera und MP3-Player nur Mittelmaß

Die Digitalkamera des Xperia X1 enttäuscht etwas: Zwar sehen die geschossenen Fotos auf dem hochauflösenden Display des Smartphones gut aus, beim Betrachten am PC zeigt sich jedoch, dass oft die Schärfe fehlt. Dieses Problem tritt vor allem auf, wenn die Lichtverhältnisse nicht ganz optimal sind. Videos nimmt das Handy mit der vergleichweise niedrigen Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten auf. Als Ersatz für eine Digitalkamera kommt das X1 daher weniger infrage. Schade, zumal Sony Ericsson bereits mit einigen guten Kamera-Handys beweisen hat, dass der Hersteller auf diesem Gebiet mehr leisten kann.

Der MP3-Player des Smartphones entspricht dem Durchschnitt, die Tonqualität ist in Ordnung. Er spielt gängige Formate wie MP3 und WMA ab und sortiert die Lieder automatisch nach Interpreten und Album. X1-Besitzer können zudem eigene Wiedergabelisten anlegen. Equalizer zum Optimieren des Klangs bietet das X1 leider nicht. Wer viel Musik hört, dürfte mit einem Walkman-Handy wie dem W980 besser bedient sein. Für eine positive Überrraschung sorgt Sony Ericsson zumindest mit dem 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss: Hier lassen sich ganz ohne Adapterstück, wie sonst bei Sony-Ericcson-Handys üblich, hochwertigere Kopfhörer anschließen.

Um Daten schnell auf das Handy zu übertragen, dient der Massenspeichermodus, über den Nutzer auf die MicroSD-Karte im X1 zugreifen können - sofern eine eingelegt ist. Diese liefert Sony Ericsson nämlich nicht mit. Ist der Massenspeichermodus in den Einstellungen aktiviert und das X1 per USB-Kabel an den PC angschlossen, lassen sich die Datein per Drag-and-Drop in die entsprechenden Ordner ziehen. Um auf den vierhundert Megabyte großen internen Handy-Speicher zugreifen zu können, müssen X1-Besitzer zuvor die mitgelieferte Synchronisations-Software installieren.

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