Millionen von Websongs für zehn Cent machen iTunes Konkurrenz

Online-Shop Lala: Das Musikarchiv in den Wolken

Online-Shop Lala: Das Musikarchiv in den Wolken Im digitalen Musikmarkt herrscht Stillstand, was die Geschäftsmodelle betrifft. Entweder wird sich an Preisen und Musikmasse von iTunes orientiert oder der Weg über kostenlose, werbefinanzierte Verkäufe gewählt. Lala bringt frischen Wind: Lieder von allen großen Labels können als Websongs für kleines Geld gekauft werden.

Lala bringt die Musik nicht nur auf den eigenen MP3-Player, sondern vor allem in die Wolken: Jedes Musikstück der vier größten Labels (Majors) sowie von etwa 175.000 Independent Labels kann für zehn Cent als so genannter Websong gekauft werden. Diese Lieder stellt Lala in einer Web-Applikation zur Verfügung, welche die Käufer über ihren Browser von jedem Computer aus aufrufen können - denn die Inhalte verbleiben auf den Servern des Anbieters. Beliebig oft können die Käufer sich den Websong als Stream anhören, bei dem die Musikdaten direkt über das Internet zum eigenen PC gesendet werden.

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Das erste Anhören eines jeden Musikstücks ist bei Lala gratis - bei einer Anmeldung gibt es zudem Credits, mit denen 50 Websongs kostenlos gekauft werden können. Nutzer, die bereits ein umfangreiches Musikarchiv auf der Festplatte oder in Apples Musikangebot iTunes haben, können die Lieder komplett als vollwertige Websongs in Lala importieren. Und das selbst wenn die Dateien ursprünglich nicht auf legale Weise ihren Weg auf die Platte gefunden haben sollten.

Musik liegt in der Luft

Wer die Lieder von Lala nicht nur als Websong über den Browser abspielen will, sondern auf dem tragbaren MP3-Player haben möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. 89 Cent verlangt der Anbieter für eine MP3 ohne digitales Rechtemanagement (DRM), welches dem Käufer über Lizenzen bestimmte Aktionen wie das Brennen auf CD verbieten würde. Hat ein Käufer das Musikstück bereits als Websong erstanden, erhält er die zehn Cent als Anzahlung und kauft es für 79 Cent ein.

Lala

Frischer Wind dank Websongs: Lala.

Das Geschäftsmodell von Lala kombiniert zwei Wege, wie Nutzer an ihre Musik gelangen: Zum einen lassen sich die Lieder ganz normal als MP3-Datei kaufen und dann beliebig weiterverwenden. Das ist kein Novum - aufgrund des gut aufgestellten Musikkatalogs und den im Vergleich zu Branchenprimus iTunes günstigen Preisen muss sich Lala aber auch nicht verstecken.

Interessanter ist der Ansatz, dass Lala das komplette Musikarchiv in die Wolken befördert, also auf den Firmenservern bereitstellt. Damit folgt Lala dem Trend des Cloud Computing, bei dem Dateien und Prozesse vermehrt auf externe Server ausgelagert werden. Von jedem Computer mit Internetverbindung aus lässt sich die Musik für einen sehr günstigen Preis von zehn Cent als Websong abspielen. Wer also keinen Wert darauf legt, die Lieder auf dem eigenen System zu besitzen, kann sich so mit Lala einen umfangreichen Online-Katalog aufbauen.

Noch können sich nur Nutzer innerhalb der USA bei Lala anmelden. Man arbeite aber mit Nachdruck daran, das Angebot international zugänglich zu machen, heißt es auf der Website.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iTunes hier.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Ich finde das geht in die richtige Richtung... Gibt es eigentlich Legale Musikdienste bei denen man sich die Songs unkomprimiert als .WAV Datei saugen kann? Das wäre nämlich eine andere Möglichkeit wieder ein paar...

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