Schimpfwörter in Audio-Streams können in Echtzeit überpiept werden

Ach du Sch****: Microsoft patentiert den "Fuck"-Filter

Ach du Sch****: Microsoft patentiert den "Fuck"-Filter Der Schrecken einer Live-Übertragung: Redner, die vollkommen unpassende Wörter in den Mund nehmen und Millionen von Zuschauern erreichen. Was in den USA oft für Skandale sorgt, könnte bald Vergangenheit sein: Microsoft bekam das Patent zugesprochen, Schimpfwörter aus Audio-Daten zu filtern.

Bereits am 28. Oktober 2004 meldete Microsoft das Patent an, bei digitalen Übertragungen mittels einer Filter-Software unerwünschte Begriffe aus dem Datenstrom zu entfernen. Knapp vier Jahre später stimmte das US-Patentamt United States Patent and Trademark Office (USPTO) laut Informationen des Online-Magazins Ars Technica diesem Antrag zu.

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Die Idee: Ein Filter vergleicht die im Datenstrom enthaltenen Wörter und Formulierungen mit einer Datenbank, in der unerwünschte Inhalte festgehalten sind. Gibt es eine Übereinstimmung, wird der problematische Begriff entweder überpiept oder lautlos gedreht. Auch das automatische Ersetzen mit einer akzeptablen Formulierung sei denkbar.

Auf diese Weise soll es möglich sein, auch Live-Übertragungen von Großveranstaltungen sorgenfrei auszustrahlen. Bislang wurden entsprechende Veranstaltungen mit einer Zeitverzögerung von bis zu sieben Sekunden übertragen, damit die Mitarbeiter in der Regie im Notfall eingreifen und unflätige Ausdrücke zensieren konnten. Das ist kein bloßer Dienst am Zuschauer: Gerade in den USA drohen sowohl dem Aussprecher als auch dem Versender solcher Schimpfwörter empfindliche Geldstrafen.

Maschinenfilter gegen menschliche Ausbrüche

Dank der patentierten Lösung soll für diese Zensur in Zukunft weder eine Zeitverzögerung noch ein Mensch nötig sein. Die Filter-Software könnte sogar je nach Sendung, Zielgruppe und Uhrzeit justiert werden. Und wenn ein Sprecher dafür bekannt ist, die berüchtigten "F-Bomben" regelmäßig in Gesprächen fallenzulassen, kann die Software entsprechend penibel eingestellt werden. Eine kontextsensitive Filterung würde dann dafür sorgen, dass auch die Ausdrücke entdeckt werden können, die nur im Textzusammenhang als problematisch gelten.

Sinnvolle Anwendungsbeispiele gibt es auch abseits des internationalen Fernsehprogramms: Microsoft könnte die Technologie für eigene Chat-Funktionen wie die des Live Messengers oder für die als Team Speak bekannten Gruppengespräche der Spielekonsole Xbox 360 nutzen. Ob mit solch einer Software auch die Vorabzensur von unerwünschten Meinungen möglich sein könnte, hinge davon ab, wer letztlich die Kontrolle über die Filter-Datenbank hat. Noch ist neben dem Patent selbst aber noch keine Planung für konkrete Produkte bekannt.

Den kompletten Patent-Antrag finden Sie unten in den Links zum Thema.

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Beiträgeinsgesamt 9 Beiträge

Zitat: ....gabs hier nicht auch mal so nen lustigen filter? :hmmm: Ja, den gibt es sogar immer noch. Stehen ein paar Schimpfwörter drin und ein paar Namen von Abo-Abzockern....

das blödsinnige dabei ist, dass die amis worte filtern, die den weg in die alltagssprache schon längst gefunden haben und in jeder unterhaltung mehrfach fallen. klassische amerikanische prüderie...

Zitat: Wäre gut möglich aber angeblich lassen sich auch andere Wörter einblenden. Könnte sicherlich amüsant werden. Gruß Spooner wäre sehr amüsant.:confused:...

Dann kriegen wir endlich nur noch das zu hören, was wir hören dürfen. Die Bevormundung geht weiter und irgendwann werden dann auch Texte gegen "korrekte" Texte ersetzt. George Orwell lässt schön grüßen und...

ironie an http://Flirtline.de/phpBB2/images/smiles/To funny.gif so einen filter bräuchte es auf jedem kinderrechner und jeder musikanlage! ich bekomme die krätze, wenn aus dem zimmer meiner kinder...

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