Ausgephisht: Wege zum sicheren Online-Banking
SmartTANPlus
Bei SmartTANPlus hat der Chip der Kundenkarte eine eingebaute Funktion, mit der Transaktionen signiert werden können. Die Chipkarte wird in ein kleines Taschenlesegerät mit Zehnertastatur gesteckt, das ungefähr so groß ist wie eine halbe Hand. Das Gerät funktioniert losgelöst vom Rechner mit Batterien. Auch das ist ein entscheidender Vorteil zur iTan. Der Kunde gibt auf der Tastatur Zahlen ein, die ein Schlüssel auf der Chipkarte signiert und versiegelt. Das Ergebnis dieses Prozesses wird als sechsstellige Tan auf dem Display des Geräts ausgegeben. Diese kann der Kunde dann für seine Online-Überweisung verwenden.

SmartTANPLUS: Ergänzendes Sicherheitsmerkmal auf der Chipkarte
"Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal ist, dass der Kunde willentlich die Daten eingibt, die abgesichert werden sollen", sagt Olaf Jacobsen vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. "Der Benutzer will eine Transaktion machen. Er füllt seine Formulardaten aus. Dann drückt er auf 'Absenden'. Die Transaktion wird an den Bankrechner übermittelt und der Bank-Rechner übermittelt dem Kunden im Gegenzug den Bank-Code. Diesen gibt er in seinen Taschenkartenleser ein und erhält anschließend seine Tan."
Das SmartTANPlus-System wird seit Anfang 2006 bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken eingesetzt. Es ist eine Weiterentwicklung aus dem SmartTAN-Verfahren, das seit 2003 verwendet wird. Der fehlende Begriff "Plus" deutet an, dass ein Sicherheitsmerkmal bei den älteren Geräten fehlt. Bei SmartTAN muss kein zuvor generierter Bank-Code in das Gerät eingegeben werden. Das Einstecken der Karte reichte aus, um die Tan zu erzeugen. Der Begriff "Plus" zeichnet also Verfahren aus, bei denen die Generierung der Tan an die Überweisungsdaten gekoppelt ist.
Bei dem Einsatz des SmartTANPlus-Verfahrens gibt es bei den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ein Nord-Süd-Gefälle. Der gesamte Norden kann das neue Verfahren bereits nutzen. Im Süden wird noch das ältere Verfahren eingesetzt. 1,2 Millionen SmartTANPlus-Geräte befinden sich derzeit im Umlauf. "Im Süden wird das SmartTANPlus-Verfahren zu Beginn des nächsten Jahres eingeführt", erklärt Jacobsen die Strategie des Bankenverbundes.

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