Apple-Produkte laufen Gefahr zu schön und sexy zu werden

Verkehrte Netzwelt: </Apple>

Verehrter Steve Jobs, mir geht der Kult um Apple-Produkte gehörig auf die Nerven. Als ob es nichts Wichtigeres im Leben geben würde. Die neuen MacBooks zum Beispiel sind prima, verkörpern für mich aber, gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten, den Aluminium gewordenen Kapitalismus.

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Apple MacBook Familie
Nicht von dieser Welt: Apples MacBook-Familie
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1"Einen Milchkaffee mit Extraschaum, bitte"
  2. 2Zu arm dran für reich und sexy
  3. 3Bitte mehr Nullachtfünfzehn

"Einen Milchkaffee mit Extraschaum, bitte"

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Schau sie dir doch an, deine Produkt-Jünger. Hocken mit erhobener Nase und ihren silber glänzenden Über-Notebooks in trendigen Straßencafes, den Schal leger über die Schulter geworfen. Der leuchtende Apfel auf der Rückseite wirkte früher auf mich verführerisch, allzu gerne wäre ich dem effektvoll illuminierten Heiligenschein des Jesus-Laptops gefolgt. All die DJs, Grafiker, Produzenten hatten einen. Heute die Erkenntnis: Diese Rechner sind nicht nur besser, schöner, teurer, eitler und eingebildeter als der Rest. Sie sind auch verdammt gefährlich.

Millionen Menschen in kreativen Berufen können sich doch nicht irren, sagst du? Denn gerade dieser Typ Mensch schlägt meistens, zu wenn es heißt: "One More Thing", einen hab ich noch?

Wie soll man seine Kreativität aber bitteschön entfalten, wenn für jedes neue Gerät ein passender Apple-Adapter mit schickem Spezial-Kabel benötigt wird, wenn Standards wie Firewire kommen und gehen, wenn sämtliche Software fast ausschließlich im eigenen Firmenkosmos funktioniert. Ebensogut könnte Apple ein Puzzle-Spiel mit durchnummerierten Teilen verkaufen - lassen Sie ihrer Kreativität mit über 500 Teilen freien Lauf. Und bitte laden Sie zunächst die aktuelle iTunes-Version herunter.

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