Kaufberatung: Fünf Gründe für und gegen ein neues Apple MacBook
Daumen runter: Fünfmal Contra
Bildschirm aus Glas
Apple verbaut in den neuen MacBooks LED-Displays aus Glas. Diese scheinen sehr robust zu sein. Zumindest gibt es bisher kaum Berichte über zerstörte Displays bei iPhones oder beim iPod touch. Aber trotzdem ist es denkbar, dass der Bildschirm eines MacBooks beschädigt wird, aber noch funktionsfähig ist. Reichte es früher aus, die Glasscheibe für 20 bis 30 Euro zu ersetzen, muss man jetzt das gesamte Display austauschen - Kostenpunkt etwa 400 bis 500 Euro.
Unibody nur komplett zu ersetzen
Das stabile Gehäuse aus einem Stück bringt nicht nur Vorteile mit sich. Bisher war es ein Leichtes, einzelne Teile des Gehäuses zu ersetzen. Zum Beispiel die Handablageflächen, wenn sie nach intensiver Nutzung zu dreckig geworden waren. Für solche kosmetischen und hygienischen Gründe den gesamten Unibody auszutauschen ist nicht nur aufwändig, sondern auch kostspielig.
Tastatur ist unerreichbar
Bei vielen Notebooks kann man die Tastatur mit wenigen Handgriffen ausbauen - etwa zur Reinigung oder um eine neue einzubauen. Durch den stabilen Unibody des MacBooks muss man sich von unten zur Tastatur hocharbeiten und das Notebook komplett auseinanderbauen. Fast 40 Schritte mit etwa 80 Schrauben warten beim Zusammenbau erneut auf den ambitionierten MacBook-Besitzer.
Anschluss-Armut
Apple ist sehr sparsam mit Anschlüssen. Das MacBook besitzt nach wie vor weder ein Kartenlesegerät noch einen Slot für eine ExpressCard. Die zwei USB-Anschlüsse sind schnell belegt und dadurch eindeutig zu wenig. Für weiteren Unmut sorgt, dass Apple seinen eigenen Anschlusstyp Firewire nicht mehr in den MacBooks nutzt. Dafür gibt es ein neues Eigengewächs mit dem Namen Mini DisplayPort. Für den Anschluss an HDMI-, VGA- oder DVI-Schnittstellen sind Adapter nötig.
Zu teuer
Nicht nur die Analysten von Endpoint Technologies und ThinkPanmure sind der Meinung, dass das MacBook zu teuer ist. Auch viele potentielle Kunden schreckt der hohe Preis ab. Zwar hat Apple die Preise reduziert, aber Notebooks oder gar Netbooks bekommt man auch schon für weniger als die Hälfte der 949 Euro, die Apple für sein günstigstes Modell verlangt. Gerade bei der drohenden Rezession in den USA hätte ein Einstiegsmodell weit unter 1.000 Dollar die Verkaufszahlen von Apple ankurbeln können.
Fazit: Alt heißt nicht gleich schlecht
Die neuen MacBooks sind kein Grund, die alten Modelle dem Recycling zuzuführen. Zwar hat Apple einige Veränderungen und Verbesserungen vorgenommen, doch sie machen die älteren MacBooks noch lange nicht zu schlechten Computern. Wer gerade überlegt, sich sein erstes MacBook zu kaufen, kann ohne Bedenken zu den neuen Modellen greifen - es sei denn er ist ein Sparfuchs und will von den derzeit gesunkenen Preisen der Auslaufmodelle profitieren.
Apple MacBook
- verbesserte Akkuleisteung von 7 bis 10 Stunden - sehr beeindruckend, das gleiche wie das Macbook Pro 13" Modell
- Mini DisplayPort beinhaltet jetzt auch einen digitalen Audio Ausgang (HDMI konform)
- großes Glas-Multitouch-Trackpad
- alte Display Auflösung (1280 x 800 Pixel)
- noch die gleichen Eigenschaften der bisherigen Core 2 CPU Generation


Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag
Zitat: Gerade bei der drohenden Rezension (...) Vor einer Rezension haben die Amerikaner bestimmt nicht halb so viel Angst wie vor einer ausgewachsenen Rezession. ;)