Sie sind hier:
  • Notebook
  • Schwarz auf Weiß: Fujitsu-Siemens Amilo Mini im Test
 

Schwarz auf Weiß: Fujitsu-Siemens Amilo Mini im Test
Eines der ersten Netbooks mit ExpressCard-Slot

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Der Amilo Mini von Fujitsu-Siemens ist ein weiteres Netbook eines großen Herstellers. Die Basis bildet, wie so oft, ein Intel Atom Prozessor. Beim Display setzen die Deutsch-Japaner auf eine Diagonale von 8,9 Zoll. Von der Konkurrenz abheben möchte man sich durch Austauschcover für den Displaydeckel und einem ExpressCard-Slot.

Ein weiterer großer Notebookhersteller hat sein Sortiment um ein Netbook erweitert. Fujitsu-Siemens will mit dem Amilo Mini im heiß umkämpften Markt mitmischen. Das deutsch-japanische Joint Venture schickt ein 8,9-Zoll-Netbook auf Intel Atom Basis in den netzwelt-Test und will mit individueller Farbe punkten.

Ersteindruck: Klein und smart

Das Fujitsu-Siemens Amilo Mini wird standardmäßig mit einem weißen Deckel und schwarzem Unterboden ausgeliefert. Der Bildschirmrand und die Fläche über dem Tastenfeld sind ebenfalls schwarz. Auch an den Seiten wurden die Farben gemischt. Um sich von der Masse an Netbooks ein wenig abzuheben, hat sich Fujitsu-Siemens eine Idee aus dem Handysektor abgeschaut. Dank verschiedenfabiger Expresscover kann das Aussehen des Displaydeckels innerhalb kürzester Zeit geändert werden.

Fujitsu-Siemens Amilo Mini

Bild 1 von 7
Es kommt viel Plastik zum Einsatz. Die Verarbeitungsqualität ist in Ordnung.

Bedienung: Das Problem mit kleinen Tasten

Aufgrund der geringen Gehäusebreite von nur 23,2 Zentimetern ist die Tastatur nur mit einiger Mühe Zehn-Finger-kompatibel. Zudem werden auf beiden Seiten rund ein Zentimeter an kostbarem Platz für die Tastatur verschenkt. Positiv: Nur wenige Tasten wurden verkleinert. Negativ: Alle Tasten sind relativ klein und die rechte Shifttaste befindet sich am äußersten Rand.

Beim Touchpad schlägt das Amilo Mini den Weg des Acer Aspire One ein und positioniert die beiden Drücker links und rechts neben dem Touchpad. Der Druckpunkt der Tasten ist knackig, aber nicht zu schwergängig. An den äußeren Unterkanten wurden die beiden Tasten jeweils abgeschnitten, um ein unabsichtliches Betätigen zu vermeiden. Auch wenn sich Fujitsu-Siemens Gedanken zum Touchpad gemacht hat, zieht netzwelt dennoch ein herkömmliches Touchpad vor. Ein solches lässt sich mit nur einer Hand bedienen. Dies ist insbesondere bei einer knappen Sitzposition im Zug oder Flugzeug von Vorteil.

Für Bastler gibt sich das Fujitsu-Siemens äußerst zugeknöpft. Lediglich die Festplatten-Abdeckung lässt sich leicht entfernen. Um etwa ein UMTS-Modul oder zusätzlichen Speicher zu verbauen, muss das Netbook komplett zerlegt werden.

Fujitsu-Siemens Amilo Mini (1)

Bild 1 von 6
Nur einen Blick auf die Festplatte gewährt der Hersteller.

Leistung: Intel Atom und einige Besonderheiten

Wie nicht anders zu erwarten sind von dem auf einem Intel Atom basierendem Netbook keine Benchmark-Rekorde zu erwarten. Ein Gigabyte DDR2-RAM und der Grafikchipsatz "Intel GMA950" mit 128 Megabyte Shared Speicher ist wie auch in zahlreichen anderen Netbooks verbaut. Beim Amilo Mini wurde auf eine Solid-State-Drive verzichtet und ein sehr langsamer, 1,8 Zoll kleiner Magnetspeicher mit 60 Gigabyte eingebaut. Die drahtlose Konnektivität gewährleisten Bluetooth und WLAN, wobei netzwelt den schnellen N-Standard vermisst.

Festplattengeschwindigkeit (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
4,6 MB/sek.29,6 MB/sek.24,9 MB/sek.19,5 ms

Die Erweiterung ist dank des schmalen ExpressCard 34 Slot an der rechten Seite sehr einfach zu bewerkstelligen. Das Amilo Mini ist eines der ersten Netbooks mit einer solchen Schnittstelle, was allerdings auf Kosten eines USB-Ports erkauft wurde. Auf jeder Seite befindet sich somit nur ein USB-Anschluss. Ein VGA- und ein Lan-Anschluss sind ebenfalls an Bord. An der Front befinden sich noch der Kopfhörer- und Mikrofonanschluss sowie ein Kartenleser.

Der Lüfter ist nur unter Last leicht hörbar. Im Office-Betrieb hält er sich dagegen angenehm zurück und ist so gut wie nicht wahrnehmbar – vorbildlich. Das matte Display kann durch den hohen Betrachtungswinkel überzeugen. Mit einer Bildschirmdiagonalen von 22,5 Zentimetern ist jedoch das Blickfeld nicht sonderlich groß. Die Auflösung beträgt 1024 x 600 Pixel.

Lautstärke
idleLast
35,4 db36,4 db

Akku: Lange Reisen sind kein Problem

Bei der Akkuleistung liegt das Fujitsu-Siemens Amilo Mini im guten Mittelfeld. Der Akku hält im Officebetrieb rund drei Stunden. Ein Film darf maximal 135 Minuten dauern, bevor der Bildschirm schwarz wird. Weiters besitzt das Amilo Mini einen Energiesparmodus. Hierbei wird der Prozessortakt halbiert und die Spannung wird von 1.175 Volt auf 1.013 Volt gesenkt.

Akkulaufzeit
OfficeFilm
180 min.135 min.

Fazit: Die Sache mit dem Preis

Mit einem Preis von 400 Euro findet sich das Fujitsu-Siemens Amilo Mini inmitten der 10,2-Zoll-Netbookklasse wieder. Mit dieser kann es der Neuling allerdings nicht aufnehmen, wenngleich das auswechselbare Cover und der ExpressCard 34 Slot pfiffige Ideen sind. Bei der gewöhnungsbedürftigen Anordnung der Touchpadtasten werden fast zwangsläufig zwei Finger benötigt. Zudem ist die 60 Gigabyte große Festplatte sehr langsam. Das Fujitsu-Siemens Amilo Mini reiht sich damit hinter dem Dell Inspiron 9 und knapp vor dem Acer Aspire One ein.

Kommentare zu diesem Artikel

Der Amilo Mini von Fujitsu-Siemens ist ein weiteres Netbook eines großen Herstellers. Die Basis bildet, wie so oft, ein Intel Atom Prozessor. Beim Display setzen die Deutsch-Japaner auf eine Diagonale von 8,9 Zoll. Von der Konkurrenz abheben möchte man sich durch Austauschcover für den Displaydeckel und einem ExpressCard-Slot.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
22140
Schwarz auf Weiß: Fujitsu-Siemens Amilo Mini im Test
Schwarz auf Weiß: Fujitsu-Siemens Amilo Mini im Test
Fujitsu-Siemens mischt mit dem Amilo Mini ab sofort im heiß umkämpften Markt der Netbooks mit. Das deutsch-japanische Joint Venture setzt beim Amilo Mini auf ein 8,9-Zoll-Display sowie außtauschbare Oberschalen.
http://www.netzwelt.de/news/78755-schwarz-weiss-fujitsu-siemens-amilo-mini-test.html
2008-10-17 15:49:00
News
Schwarz auf Weiß: Fujitsu-Siemens Amilo Mini im Test