Ö-NAVI2: Gratis-Navigation für das Handy
Ö-NAVI und die Werbung
Kostenlose Angebote finanzieren sich häufig über Werbung - so auch im Fall von Ö-NAVI. Die Software unterscheidet zwei Werbe-Formen. Zum einen nimmt eine balkenartige Werbe-Einblendung den oberen Randbereich des Bildschirms während der Navigation in Beschlag. Zum anderen gibt es Vollbild-Werbeeinblendungen, die beim Laden von Kartenmaterial während der Routenberechnung eingeblendet wird. Auch wenn es "Ziel erreicht" heißt, wird eine Werbung eingeblendet.
Downloadumfang einer Route
Ö-NAVI kostet nur das Datenentgeld, das für die Übertragung des Kartenmaterials bei der aktuellen Routenberechnung anfällt. Die Kosten, die dabei verursacht werden, sind je nach Handy-Vertrag unterschiedlich. Der eine Nutzer hat einen Volumentarif für 200 Megabyte im Monat bei seinem Provider abgeschlossen. Der andere zahlt pro geladenem Megabyte in Kilobyte-Taktung. Eine Strecke wie das Kartenmaterial von München nach Nürnberg beträgt im Downloadumfang ungefähr 50 Kilobyte, wenn keine Extras wie "Map-Umgebung" gewünscht werden.
Eine Wegstrecke in der Praxis
Nach der Installation von Ö-NAVI2 Beta tragen wir unsere erste Route über "Adresse eingeben" in die Routenberechnung ein. Auffällig dabei: Bei der Adresseingabe wird keine Autovervollständigung angeboten. Allerdings kann man den Anfang einer Straße oder eines Wohnortes eingeben und die Datenbank sucht passende Ziele für die Route aus.
Nach der Adresseingabe benötigt die Software auf dem Nokia E66 eine ganze Weile, um das GPS-Signal zu orten, was aber dem eingebauten GPS-Modul geschuldet ist. Am besten bewegt man sich vor Antritt einer Route nicht vom Fleck, dann wird das GPS-Signal zögerlich, aber schlussendlich doch erfolgreich aufgebaut.

Typische Wegdarstellung mit grünem Pfad
Nach circa zwei Minuten Wartezeit ist der Empfang zu den Satelliten hergestellt und die Route kann angetreten werden. Eine weibliche Stimme gibt Anweisungen für die Navigation aus. Im Routenverlauf kann die Ansicht in die typischen Modi umschalten: Pfeil-Navigation, 3D oder Umgebungsansicht. Die Bedienung stellt den Anwender vor keine besonderen Herausforderungen. Einmal eingegebene Ziele werden abgespeichert und stehen erneut zur Verfügung. Auch eine Arbeitsadresse kann dauerhaft eingegeben werden. Besondere Orte wie "Flughafen Hamburg" müssen über "POI" (Point of interest) ausgewählt werden.
Fazit
Wer nur gelegentlich eine Navigation für Wegstrecken benötigt, sollte sich Ö-NAVI mal ansehen. Die Software entspricht vom technischen Unterbau her "activepilot" von Falk, finanziert sich dabei aber ausschließlich über Werbe-Einblendungen. Entgeld fällt nur für das heruntergeladene Kartenmaterial in der Daten-Verbindung an. Die neue Version bringt viele kleine Verbesserungen mit sich, wie etwa die Umstellung von Bitmap- auf Vektorausgabe oder die optionale Integration von kleines Plugins, die das Leben auf der Straße einfacher gestalten.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich die aktuelle Beta zu installieren, sollte auf der Homepage zunächst nachsehen, ob sein Handy schon gelistet ist. Die Chancen stehen gut, wenn es sich um ein aktuelles Gerät mit integriertem GPS-Modul handelt. Falls das Handy nicht dabei sein sollte, lohnt es sich ab und zu nachzusehen, ob es in die Liste der unterstützen Handys aufgenommen wurde.
Links zum Thema
- Homepage: Ö-NAVI
- Homepage: Das Örliche
- Wikipedia: Alle Windows-Releasenummern im Überblick
- Wikipedia: die Zahl "Sieben"
- Beta von Ö-NAVI2

