31 Mio. Songs bei Onlineportalen: 39 Prozent ohne Kopierschutz
Noch kaum Musikflatrates
Derzeit bieten die Musikdownloadportale so gut wie in keinem Fall eine "Musikdownload-Flatrate" an. Eine solche Flatrate würde es, ähnlich dem DSL-Modell, ermöglichen, gegen einen bestimmten Pauschalbetrag im Monat unbegrenzt Musik herunterzuladen. Allerdings würde diese Musik nicht in allen Fällen auch zum tatsächlichen dauerhaften "Besitz" führen. So verfällt die Musik in manchen Portalen mit dem Ende des Abos bzw. dem Ende der Flatrate.
Ein Flatrate-Preis von 8 bis 10 Euro wäre für 19 Prozent der Umfragen-Teilnehmer okay. Mit 15 Euro im Monat könnten 9 Prozent der User leben. Mit 20 Euro wollen sich gerade noch 4 Prozent zufrieden geben. Mehr als 25 Euro ist für weniger als 4 Prozent der User akzeptabel.
Auf die Frage "Welches Dateiformat bevorzugen Sie?", sagten 71 Prozent, MP3 wäre das von ihnen bevorzugte Format. WMAs finden nur 2,5 Prozent der User okay, AACs und Ogg Vorbis wollen nur jeweils 5 Prozent der User auf ihrem Rechner.
76 Prozent finden Kopierschutz "blöd"
Klare Prioritäten gibt es auch bei der Akzeptanz von Kopierschutz auf den Musiktiteln. So sagten 9 Prozent der Umfragen-Teilnehmer "Kopierschutz finde ich super". 76 Prozent sagten jedoch "Kopierschutz finde ich blöd". Das hat Konsequenzen auf das Kaufverhalten. So sagten 24 Prozent der Umfragen-Teilnehmer, sie "würden Songs mit Kopierschutz kaufen". 60 Prozent sagten hingegen, sie würden keine Songs mit Kopierschutz kaufen.
52 Prozent würden am liebsten Geld überweisen
Recht eindeutige Präferenzen gibt es bei den von den Usern bevorzugten Bezahlsystemen im Internet. 52 Prozent würden am liebsten auf eine übliche "Online-Überweisung" zurückgreifen, 45 Prozent finden Paypal gut, die Kreditkarte oder eine Lastschrift. Die von manchen Online-Shops zur Verfügung gestellten "Guthaben" wollen nur 31 Prozent der User, gefolgt von 25 Prozent die eine Abrechnung über die Telefonrechnung mögen. Es folgen eine Prepaid-Karte (19 Prozent) und ClickandBuy (18 Prozent). Am unbeliebtesten sind die Happy Digits sowie der WEB.Cent (jeweils 4 Prozent). Als Schlusslicht stellte sich in der Online-Umfrage das AOL ePayment heraus. Nur 2 Prozent der Umfragen-Teilnehmer sind der Meinung, dass ein Musikdienst eine solche Zahlungsart anbieten sollte.
Für jeden 3. User sind interaktive Elemente wichtig
Unter allen in der Erhebung berücksichtigen Musikdownload-Portalen ist akuma.de das einzige, das in allen wichtigen Bereichen interaktive Elemente seinen Usern anbietet. In der Online-Umfrage sagte jeder 3. ihm wären interaktive Elemente in Musikportalen wichtig, 23 Prozent sagten ihnen wären diese Angebote sogar "sehr wichtig". Überhaupt nicht wichtig sind interaktive Elemente für 27 Prozent der 340 Umfragen-Teilnehmer.
Beim Blick auf die Art der Interaktivität zeigt sich ein nahezu einheitliches Bild. So sagte rund ein Drittel, ihnen wären vor allem Kommentar-Funktionen, Tags/Verschlagwortungen je Song, ein User-Profil, sowie die User-Inter-Kommunikation wichtig. Wobei die Tags/Verschlagwortungen den meisten Usern sogar "sehr wichtig" ist. Die Möglichkeit, Kommentare abzugeben, ist für 24 Prozent der User "sehr wichtig". Ein User-Profil finden hingegen nur 6 Prozent als "sehr wichtig". Für immerhin 46 Prozent ist die Möglichkeit, dass User untereinander auf einem Musikportal kommunizieren können, "gar nicht wichtig". Immerhin für 50 Prozent der Befragten sind Musikvideos "wichtig" oder "sehr wichtig".
3 Prozent der Umfragen-Teilnehmer laden sich illegal Musik herunter
Für die Umfragen-Teilnehmer etwas knifflig wurden die Fragen bezüglich des illegalen Musikdownloads. So sagten auf die Frage "Wie viele Songs laden Sie sich im Durchschnitt per Filesharing-Dienst (eMule, Azureus, BitTorrent) innerhalb eines Monats herunter?": 57 Prozent (keinen Song), 10 Prozent (1-10 Songs), jeweils 5 Prozent (11-30 bzw. 31-50). 51-100 Songs laden sich immerhin 3 Prozent der Umfragen-Teilnehmer illegal herunter. Eine Umfragen-Abbrecherquote an dieser Stelle von 20 Prozent zeigt klar, wie sensibel dieses Thema ist.
12 Prozent haben Aggressionen gegen die Musikindustrie
Auf die Frage "Weshalb nutzen Sie Filesharing-Angebote?" sagten 12 Prozent "Ich habe Aggressionen gegen die Musikindustrie, die jahrelang ihr Monopol missbraucht hat, und die Preisspirale für Alben immer weiter nach oben getrieben hat". Außerdem gaben 4 Prozent an: "Ich habe Aggressionen gegen die Maßlosigkeit der Vergütung von Künstlern". 9 Prozent sagten schlicht "Ich habe kein Geld" und 3 Prozent sagten, sie hätten "Geld, aber keine Lust zu zahlen". Allerdings sagten auch 20 Prozent sie würden Musik kaufen, obgleich sie sonst Filesharing betrieben, "sofern der Preis stimmt". Diese Frage wies allerdings eine Abbrecherquote unter den Umfrage-Teilnehmern von 77 Prozent auf, trotz der Zusage, diese Daten alle anonym zu verwerten.
Immerhin 19 Prozent der Umfragen-Teilnehmer gaben auch an, sie nutzten keine legalen Musikdownloaddienste, da sie "der Kopierschutz nervt". Weitere 15 Prozent sagten, die legalen Musikdienste seien ihnen zu teuer. 11 Prozent sagten, sie seien "mit dem Angebot nicht zufrieden und 7 Prozent wollen "anonym bleiben". Auf Grund des geringen Rücklaufs sind die Antworten auf die Frage: "Haben sie schon einmal Post von der Musikindustrie erhalten? Was war der Inhalt der Post?" statistisch kaum mehr relevant, dennoch aber interessant. So hatten hier lediglich 3 Personen angegeben, sie wären wegen "illegalem Herunterladen von Musik" angeschrieben worden. 22 Prozent sagten, sie wären noch niemals angeschrieben worden, und 78 Prozent haben diese Frage nicht beantwortet. Von den Dreien, die angaben, schon einmal angeschrieben worden zu sein, sagte einer, er hätte eine Forderung von 501-1000 Euro erhalten, zwei sagten, sie hätten eine Forderung in Höhe von 100-500 Euro erhalten.
Wenden Sie sich bei Fragen bitte an:
Studie: Olga Hottes (Leitung) und Dr. Konstantin Korosides (Presse)
unter korosides[AT]netzwelt[PUNKT]de
Die Studie ist für 250 Euro unter einer der angegebenen eMail-Adressen erhältlich.

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über diese Linksammlung: mp3download.ein-thema.de habe ich legale Quellen gefunden und dachte, dass ich die Lieder dann so oft ich will auf selbst zusammengestellte CDs brennen kann. Deswegen habe ich mich auch für...