31 Mio. Songs bei Onlineportalen: 39 Prozent ohne Kopierschutz
Bekanntheitsgrad führt nicht gleich zu Absatz
Bemerkenswert sind die Kennzahlen der Umfrage in Bezug auf den Bekanntheitsgrad von Musikdownload-Portalen und dem tatsächlichen digitalen Kaufverhalten. So ist das zur Deutschen Telekom gehörende Musikdownloadportal musicload mit einem Bekanntheitsgrad unter den Umfrage-Teilnehmern von 65 Prozent zwar nach iTunes (67 Prozent) das Zweit-Bekannteste. Dennoch kauften nur 15 Prozent dort auch schon einmal digital Songs. Anders sieht es beim digitalen Musikshop iTunes aus - hier kauften immerhin schon 27 Prozent der Umfrage-Teilnehmer einen Song. Ähnlich schlecht schaut es bei Betrachtung der Relation Bekanntheitsgrad-Kaufverhalten bei Napster aus. Das Portal verfügt zwar über einen Bekanntheitsgrad bei den Umfragen-Teilnehmern von 52 Prozent - dennoch kauften gerade einmal 5 Prozent dort auch einen Song. In diese Liga einreihen kann sich das Musikdownloadportal MP3.de, an dem der Außenwerbe-Gigant Stroer nennenswerte Anteile hält und entsprechend kräftig mit Plakatwerbung bundesweit für das Portal wirbt: So kennen zwar 37 Prozent der Umfragen-Teilnehmer das Musikportal, aber gerade einmal 2 Prozent sagten, sie hätten dort auch schon einmal einen Song gekauft.
Trotz der großen Bekanntheit des Internetkonzerns AOL sagten gerade einmal 21 Prozent, ihnen sei bekannt, dass AOL digital auch Musik verkaufe. So wundert es nicht, dass unter den Umfragen-Teilnehmern auch nur 3 Prozent sagten, sie hätten auf AOL schon einmal Musik gekauft. Ähnlich schlecht ist das Verhältnis beim Musikdownloadportal von Saturn. So kennen dieses zwar 18 Prozent. Allerdings kauften lediglich 0,6 Prozent dort auch bereits Musik. Mit 19 Prozent ist das "Digitale Musikkaufhaus" akuma.de bekannter. Bedenkt man, dass dieses MP3-Musikportal erst vor zwei Jahren, 2006, gegründet wurde, und zu keinem Konzern gehört, ist das ein sehr guter Wert - zumal immerhin 5 Prozent der Umfragen-Teilnehmer sagten, sie hätten bereits auf akuma.de Musik gekauft.
Über einen deutlich geringeren Bekanntheitsgrad verfügen die verbleibenden anderen Musikdownload-Portale. So gaben 15 Prozent der Umfragen-Teilnehmer an, sie würden finetunes kennen, bei 3,5 Prozent an Usern, die angaben, dort auch schon Musik gekauft zu haben. Alle anderen Portale (Medion, Web.de, 7digital) kennen unter 15 Prozent der User, wobei 7digital mit einem Bekanntheitsgrad von 12 Prozent unter den Umfragen-Teilnehmern über den geringsten Wert verfügt. Für keines dieser drei Portale gaben mehr als 3 Prozent der Umfragen-Teilnehmer an, sie hätten dort schon einmal "einen Song gekauft". 44 Prozent sagten, sie hätten noch niemals online Musik gekauft.
Deutlich mäßiger sieht der Online-Kauf von Musikalben (mindestens 7 Tracks) aus. So sagten 57 Prozent der Umfragen-Teilnehmer, sie hätten noch niemals online ein Musikalbum gekauft. Am häufigsten kauften die Umfragen-Teilnehmer bislang auf iTunes ein Musikalbum (17 Prozent), gefolgt von Musicload (6 Prozent) und akuma.de (4 Prozent). Auf alle anderen Musikportalen haben unter den Umfragen-Teilnehmer weniger als 3 Prozent bereits ein Musikalbum gekauft.
18 Prozent kaufen 1-3 Songs im Monat online, Problem Verkaufspreis
Auf die Frage "Wie viele Musiktitel laden Sie sich in einem legalen Musikdienst innerhalb eines Monats herunter?" sagten 18 Prozent sie würden 1-3 Songs kaufen, 8 Prozent kaufen zwischen 4-5 Songs, 7 Prozent sind mit 6-10 Songs dabei. Mehr als 11 Songs kaufen lediglich 7 Prozent der Umfragen-Teilnehmer im Monat.
Schwierig stellt sich nach wie vor das Thema "Verkaufspreis" für digitale Musik dar. So wollten gerade einmal 30 Prozent maximal 0,30 Cent für einen Song ausgeben. Dieser Preis wäre für alle Musikdownload-Portale zu niedrig, müssen sie doch alleine 0,15 Cent je Song an die "Verwertungsgesellschaft für Werke der Musik", die GEMA, berappen. Außerdem verlangen auch die Musiklabels Geld von den Portalen. Mit einem Preis von 0,50 Cent könnten 22 Prozent der Umfragen-Teilnehmer leben. Interessant ist, dass aber auch jeder 5., also 19 Prozent, sagten, ein Preis von 0,99 Cent wäre für sie okay. Das Konto öffnen würden jeweils 5 Prozent der 340 Umfragen-Teilnehmer bei einem digitalen Song-Preis von 0,70 Cent bzw. 0,90 Cent. Die Schallgrenze scheint bei Preisen über 1 Euro für viele User erreicht zu sein. So wollten gerade noch 2,5 Prozent der User 1,09 Euro pro Download-Song bezahlen. 1,29 Euro ist für nur noch 1,6 Prozent der User akzeptabel und 1,49 Euro finden 2 Prozent der User angemessen.
Ähnlich differenziert stellt sich die gewünschte Preisspanne bei den digitalen Musikalben dar. Die meisten Umfragen-Teilnehmer (27 Prozent) finden einen Preis von 4,99 Euro pro durchschnittlichem Musikdownload als angenehm. Dass die Internetgemeinde den Wert von Musik sieht und auch bereit ist, dafür zu bezahlen, zeigt sich auch daran, dass immerhin 17 Prozent der Befragten angaben, sie würden einen Preis von 9,99 Euro für ein Musikalbum online bezahlen. Jeweils 11 Prozent finden einen Albumpreis von 5,99 oder 7,99 Euro als angemessen. Knapp 10 Prozent der Umfragen-Teilnehmer würden auch zwischen 10 und 15 Euro pro Album ausgeben.

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über diese Linksammlung: mp3download.ein-thema.de habe ich legale Quellen gefunden und dachte, dass ich die Lieder dann so oft ich will auf selbst zusammengestellte CDs brennen kann. Deswegen habe ich mich auch für...