DVD-Verleiher kürt neue Weltmeister auf dem New Yorker Time Square
Filme glotzen: Weltmeisterschaft endet mit Weltrekord
Movie Markt
Der DVD-Verleihdienst Netflix hat für fast eine Woche einen Kasten aus Plexiglas auf dem New Yorker Time Square aufgestellt. Drinnen saßen acht Menschen auf Sesseln vor einem großen Fernseher. Sie waren im "Popcorn Bowl" auf der Jagd nach dem Weltrekord und dem Weltmeistertitel im Filme anschauen. Nach mehr als fünf Tagen schlief der Letzte ein.
Nach 57 Filmen, 123 Stunden und 10 Minuten endete die Weltmeisterschaft mit zwei neuen Weltrekordinhabern. Neben der Deutschen Claudia Wavra hielt auch der aus Sri Lanka stammende Kanadier Suresh Joachim über fünf Tage durch. Bereits nach drei Tagen waren die beiden die einzigen verbliebenen Teilnehmer.
Die zwei übertrafen den bisherigen Titelträger Ashish Sharma aus Indien um einen Film sowie zwei Stunden und 47 Minuten. Sharma hatte erst im Juni Claudia Wavra den Weltrekord abgenommen. Neben dem Weltmeistertitel können sich die Gewinner über ein Preisgeld von 10.000 Dollar, ein lebenslanges Abo von Netflix und den ersten Pokal des Popcorn Bowl freuen. Die deutsche Gewinnerin kann also nur hoffen, dass Netflix sein Angebot nach Deutschland ausweitet.
Für die 31-jährige Wavra aus Petersberg war es eine unvergessliche Erfahrung, an dem Popcorn Bowl teilzunehmen und einen neuen Weltrekord aufzustellen: "Das ist das vierte Mal, dass ich einen alten Rekord breche, aber dies in New York zu tun ist etwas Besonderes. Ich wollte schon immer etwas Großes hier tun." Ihr Mitgewinner Joachim hält jetzt 33 Guinness Weltrekorde unter anderem im Fernsehgucken (69 Stunden und 48 Minuten), Tanzen (100 Stunden) und Bügeln (55 Stunden und fünf Minuten).

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Oscarpreisträgerin Susan Sarandon (Mitte) bringt Claudia Wavra (rechts) und Suresh Joachim den letzten Film.
(Quelle: Netflix, Klick vergrößert.)
Der Wettkampf begann mit dem diesjährigen Kassenschlager "Iron Man". Zu den 56 weiteren Filmen gehörten Klassiker wie "Thelma & Louise", Actionfilme wie "Die Bourne-Identität", Kömodien wie "Caddyshack" und Liebesdramen wie "Der englische Patient". Den 57 und letzen Film der Weltmeisterschaft legte die Schauspielerin und Oscargewinnerin Susan Sarandon ein.
Den Wettkampfregeln zufolge musste jeder Film bis zum Ende des Abspanns angeschaut werden. Die Teilnehmer wurden von einer Jury und Medizinern beobachtet. Die Augen durften nicht vom Bildschirm abgewendet werden, aber zwischen den Filmen gab es zehnminütige Pausen.
Videos von der Weltmeisterschaft finden Sie im Youtube-Profil von Netflix in den Links zum Artikel.
Jetzt sind Sie dran.
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