Zweifelhafte Sicherheitsfunktionen der UAC werden überarbeitet
Windows 7: Microsoft optimiert Benutzerkontensteuerung
Software
Einer der größten Kritikpunkte, den Kunden von Windows Vista an Microsofts Betriebssystem fanden, war die so genannte Benutzerkontensteuerung. Eine Meldung warnt vor bestimmten Aktionen, wurde aber meistens weggeklickt. Microsoft will daher bei Windows 7 alles besser machen.
Uhrzeit geändert, inoffizielle Treiber installiert, Änderungen in der Systemsteuerung vorgenommen - unter Vista meldet sich in solchen Situationen stets die Benutzerkontensteuerung (UAC für User Account Control). Laut Microsoft handelt es sich bei der UAC um eines der am stärksten kritisierten Funktionen von Windows Vista.
Dabei ist der eigentliche Zweck durchaus sinnvoll: Anstatt wie noch unter XP stets mit vollen Administratorenrechten zu arbeiten, legt der Nutzer bei Vista sein Profil als Standardnutzer an. Führt er eine Aktion durch, die höherer Rechte bedarf, muss er diese Eingabe bestätigen. So schützt er Vista vor unbefugten Änderungen in sensiblen Bereichen des Betriebssystems.
UAC: Zu oft und zu unverständlich
Die Meldungen erschienen den Kunden jedoch zu häufig, waren unverständlich oder wurden letzten Endes ungelesen weggeklickt - Sicherheitsziel verfehlt. Das soll sich mit Windows 7 ändern: Im offiziellen Entwickler-Blog zum Vista-Nachfolger gibt Ben Fathi, Präsident der Entwicklung des Kernsystems, die Unzulänglichkeiten der UAC zu.
Er sieht bei der unter Vista arbeitenden UAC zwei Kernprobleme: Zum einen brauche der Nutzer mehr Kontrolle darüber, wann und weswegen sich die Benutzersteuerung melde. So soll unter Windows 7 der User nur noch wenige Warndialoge sehen, sobald er sich einmal Administratorenrechte zugewiesen hat. Auf diese Weise ließe sich die Häufigkeit der Meldungen reduzieren.
Zum anderen sollte laut Fathi die UAC mehr und bessere Informationen darüber ausgeben, worin der Grund für die jeweilige Meldung liegt. Dies würde ein besseres Verständnis für den Sinn und Zweck der Schutzmaßnahme hervorrufen, statt die verwirrten Nutzer das Kästchen im Gewöhnungseffekt wegklicken zu lassen.
Keine Liebe, aber weniger Hass
Erste hausinterne Versuche haben laut des Blogeintrags der Entwickler ergeben, dass 83 Prozent der Probanden dank der überarbeiteten Benutzerkontensteuerung nachvollziehen konnten, warum eine Meldung erscheint und wichtig ist. Der nächste Schritt ist daher die Akzeptanz der tatsächlichen Kunden. Hier gibt sich Fathi bescheiden: Das Ziel der neuen UAC unter Windows 7 soll sein, "weniger gehasst" zu werden als noch unter Vista.
Jetzt sind Sie dran.
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